Posts by GeorgeTheMerlin

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    Also kann man das in einigen Fällen so machen, wie ich vorgeschlagen hatte - in anderen Fällen nicht. Wenn es um Geisterbilder am Himmel geht - und man sowiso den ganzen Himmel austauscht auf diese Art - dann könnte das möglich sein! Muss das mal ausprobieren - aber in nächster Zeit komme ich da leider zu nix - also Maikco, nicht auf mich warten!


    grüssli merlYnn

    Hi - es scheint ja einen Neuling in der Projects Reihe zu geben:


    https://www.franzis-webinare.d…ion-projects-professional


    Meine Frage dazu:


    ist das wirklich ein Neuling - oder die Fortführung von Color Projects? Wenn es ein völlig neues Programm ist: wie grenzt es sich von Color Projects ab - und durch welche getrennten Wege werden sich beide Programme weiterentwickeln?


    Bin mal gespannt auf das Webinar!


    grüssli merlYnn

    Hallo - ich habe leider gerade sehr wenig Zeit.


    Nur mal eine spontane Idee: Die Geisterbidkorrektur mindert leider Details - betrifft aber eigentlich nur bestimmte Bildausschnitte - nie das ganze Bild.


    Da läge es doch nahe, das Bild erst ohne Geisterbildkorrektur zu entwickeln - dann die Geisterbildkorrektur anzuschalten, das Bild abzuspeichern, die Geisterbildkorrektur wieder auszuschalten, und die Bereiche, wo die Geisterbildkorrektur nun notwendig ist, mit Hilfe des abgespeicherten Bildes im Zeichnen-Compositingmodus wieder selektiv einzupinseln. Hat das mal jemand versucht? Oder verändert die Geisterbildkorrektur das Bild zu stark, dass es nicht mehr zusammenpasst? Der Compositingmodus hat ja Anpassungsregler. - Könnte man so etwas im Progrqamm automatisieren, ev. die Stellen der Korrektur mit Pinsel markieren - um den Detailverlust zu minimieren? - Muss ich später mal selber ausprobieren :)


    grüssli merlYnn

    So war es ja auch gemeint:


    - Beim System bleiben


    - das Alles mal als zusätzliches Wissen im Hinterkopf haben - bei Bildbewertung und eventuell beim Monitor Neukauf, wenn sich der Alte verabschiedet.


    Das zu handhaben ist ev. ganz einfach: Leute mit schwächerem Monitorfarbraum werden ev. ein etwas blasseres Bild sehen - das ist nicht soo schlimm. In Zweifel ein wenig Farbleuchtkraft zugeben. Aber man weiß´jetzt, woran es liegt.


    Leute mit sehr hohem Monitorfarbraum könnten ev. mal ein anderes Monitorprofil mit kleinerem Farbraum irgendwo kopieren, und kurzfristig zum Vergleich benutzen. Vielleicht können wir da ja später noch etwas austauschen.


    Abhängig davon, wie relevant das überhaupt für einen ist.


    Wie gesagt - mich persönlich interessiert es halt, wie meine Bilder woanders aussehen - und hätte gerne etwas mehr Kontrolle und Wissen darüber, soweit das halt möglich ist.



    grüsssli merlYnn

    Hallo Hartmut,


    gib mir da doch noch mal etwas Zeit zum evaluieren :)


    Grundsätzlich finde ich das Thema: "Wie sehen meine Bilder woanders aus" sehr interessant. Mir wäre es wichtig, das sich mal in aller Ruhe anzusehen - und vor allem, niemanden damit in die Fucht zu schlagen. Da scheine ich ja in letzter Zeit ein gewisses Talent gehabt zu haben - was mich ja schon etwas verunsichert.


    Das Thema ist den meisten Leuten, die da so fleißig in den Social Media posten, nichtmal ansatzweise bekannt. Schaut man in die Fachliteratur zu Farbmanagement - wird da häufig gleich am Anfang über das Internet gewettert - und über die Browserersteller, die mit dem Farbmanagement so hinter der Zeit hinterherhinken. Dort ist das Problem sehr wohl bekannt.


    Was ich geschrieben habe, dürfte technisch so stimmen - aber in welchem Ausmaß? Das wäre zunachst mal zu evaluieren.


    Der nächste Schritt für mich ist, mir die Bilder, besonders die, die ich einmal bewertet habe, mir nochmals bei Freunden auf anderen Monitoren anzuschauen. Was mich interessiert: geht das soweit, dass ich früher Gesagtes nun zurücknehmen würde? Ich weiß es nicht - es würde mich aber nicht wundern.


    Dann ist Dir wichtig, dass bei Bildentwicklung unterschiedliche Geschmäcker zum Tragen kommen. Da soll es kein Mißverständnis geben: das setze ich vorraus, und das soll ja auch so sein! Andernfalls wäre es ja sinnlos, Bilder überhaupt auszutauschen. Und Ziel ist ja auch nicht, dass alle Bilder gleich aussehen.


    Aber: Gerade bei extremeren Bearbeitungen besteht noch mehr die Gefahr, dass da nur relativ wenig dazu führen kann, dass das Bild "kippt". Dass ein kritischer Schwellenwert überschritten wurde. Gerade da könnte eine viel geringere Abbildungsänderung den Unterschied machen zwischen "Wow" und "Uii was ist das denn". Gehört z.B. zu einem gewissen Bildlook eine sehr hohe Sättigung - reicht vielleicht eine kleine Verzerrung in der Abbildung aus, dass das Bild "kippt". Bei durchschnittlichen, 08/15 bearbeiteten Bildern, dürfte diese Gefahr ja eher noch geringer sein.


    Also: Geschmack soll zum Tragen kommen - die Frage ist, inwieweit würde der Bildbarbeiter selbst sein Werk, woanders, wiedererkennen. Oder würde er sagen: Klar verwende ich gerne eine höhere Sättigung - aber SO habe ich das nicht gemeint!


    Dann ist ja nicht das Problem, wie teuer die Monitore sein sollen, nicht eine niedrigre Monitorqualität ist das Problem, sondern: VÖLLIG UNTERSCHIEDLICHE QUALITÄTEN. Es würde hier gar nix nützen, wenn sich einige Leute einen höherwertigen Monitor kaufen. *loool mit dem gleichen Recht könnte man fordern: das hier ist ein Amateurforum - also sind alle höherwertigen Montiore verboten - damit wäre das Problem nämlich auch gelöst :D Also kein MacBook, Eizo und wie sie alle heißen.


    Technische Lösungen? Also erstmal sollten wir das mal genauer evaluieren. Dann könnte es zunächst mal förderlich sein, dass wir das Ganze bei der Bildbewertung etwas im Hinterkopf haben, das Wissen mit einbeziehen.


    Wir wissen: Bild mit niederigerem Farbraum bearbeitet, gesehen mit höherem Farbraum, könnte Übersättigung, übertrieben bunte Farben ergeben. Bei extremerem Look könnte das Bild ev. anders aussehen, als es der Bildbearbeiter beabsichtigt hat. Seinen Geschmack also SO nicht genau widerspiegeln.


    Bild mit höherem Farbraum bearbeitet, mit niedrigerem Farbraum angesehen - könnte etwas blass, unspektakulär wirken. Man könnte sich fragen, warum jemand mit so teurem Bildschirm so langweilige Bilder macht :) ABER: etwas blasser ist nicht so schlimm, wie wenn ein Bild farblich "kippt".


    Wir wissen: eine Softwarekalibration könnte Farbstichprobleme bewältigen - muss sie aber zu stark greifen, wird sie den Farbraum verkleinern, was obige Probleme verstärken könnte.


    Technische Lösungen: ob ich die Monitorbilder abfotografieren, farbecht drucken und Interessierten zuschicken kann, was sie dann dazu meinen - wäre so ein fragliches Projekt. Ich könnte versuchen, ob ich in der Softproof Funktion bei Affinity Photo einfach ein Monitor Profil einladen kann - ob ich also einen Monitor Softproof machen kann :) . Inwieweit man mit einem kleinen Farbraummonitor eine größeren Farbraum emulieren kann, weiss ich nicht. Bestimmt sind das aber alles Nerd Spiereien, die die meisten Leute wieder in die Flucht schlagen. -


    Erstmal würde ich mir das jetzt genauer angucken, wie gravierend das überhaupt ist.


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    Zum Schuss nochmal Überlegungen, wer einen höherwertigen Monitor braucht:


    - Wer professionell Bilder verkauft oder ausstellt, druckt, für Magazindruck arbeitet, professionelle Retusche betreibt - der braucht auch einen professionellen Monitor, alles andere ist da wohl ein NoGo.


    - Im Amateurbereich: Ich habe im Netz recherchiert, dass Leute häufig Probleme beim Drucken hatten, da alles mögliche versucht haben, seltsamerweise incl. Monitorkalibrierung, nichts nutzte etwas. Dann haben sie sich einen neuen Monitor gekauft - und das Problem war gegessen.


    Genauso ging es mir. Beim alten Monitor habe ich Stunden subtile Dinge entwickelt, Farben, das einem Dienstleister eingeschickt: Katastrophe. OBWOHL DER MONITOR KALIBRIERT WAR!!! Obwohl andere im Fotoclub mit diesem Dienstleister sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Mit dem neuen Monitor - und dem ET 7700 Drucker habe ich keine Farbprobleme mehr - obwohl ich den Drucker noch nicht kalibriert habe (Der kriegt vorher noch den Print Fab Treiber) und ich eine günstigere Papiersorte benutze.


    Zum Glück habe ich gerade, als ich den Monitor kaufen musste wegen Brandflecken, das Tutorial Beauty Retusche 2018 von RAWexchange (für Photoshop), gehört. Da gab es auch eine Rubrik über Hardware, Monitore. Dort wurde auch ein Monitor einer anderen Marke getestet, der "scheinbar" Bestwerte aufwies. Beim Testen stellte sich heraus: DIE BESTWERTE GALTEN NUR FÜR DIE MITTE DES MONITORS. An den Rändern Helligkeitsabfall, Qualitätsabfall usw.


    Ja - woher soll man denn sowas wissen!!! Hatte ich ein Glück, dass das Tutorial zum richtigen Zeitpunkt zu mir kam!


    Bei der Eizo Coloredge Serie (und nur bei dieser Serie für Bildbearbeitung) wurde darauf geachtet, dass die Werte für DEN GESAMTEN MONITOR gelten. Andere Marken sind wohl inzwischen nachgezogen - aber man muss aufpassen, gut recherchieren! Es reicht also nichtmal die Absicht, sich einen professionelleren Monitor zu kaufen - man muss auch noch sehr aufpassen und sehr gut recherchieren! Man kann da leicht getäuscht werden, gerade durch Werbung.


    - Im Amateurbereich: Sagen wir, die Bilder sehen gut aus, mit dem Druck ist man zufrieden, beim Fotofreund stimmen die Bilder auch - ja, wozu da ein neuer Monitor?

    Unser angesprochenes Problem, unterschiedliche Farbraumleistung, wird ja dadurch auch nicht gelöst! Wie man bei mir ja gut sehen kann.


    Kurz: Ich finde das Problem sehr interessant - andere vielleicht nicht so - und würde es gerne mal in Ruhe weiterverfolgen, vielleicht Lösungen überlegen - und mich würde auch interesseiren, was ihr dazu meint.


    Was Cragganmore schreibt, "war erschrocken", "überraschend", deutet ja auch schon daruf hin, dass es sein kann, dass diese Abbildungsunterschiede halt alles andere als subtil sind. Weder Browserhersteller noch Monitorhersteller scheinen sich da um eine Lösung zu reißen - eher gähnendes Desinteresse - ob wir da eine Lösung finden, vielleicht einen Bildbetrachter, wo man unterschiedliche Farbräume emulieren kann - mal schauen :)


    Mein Eizo kann den ProPhoto Farbraum zumindest emulieren - dieser Farbraum ist von der Größe her weit jenseits dessen, was ein Monitor heute überhaupt darstellen kann. Aber da funktioniert ja auch, allerdings wohl in Grenzen, eine Emulation bei einem Monitor in einen SEHR viel höheren Farbraum.


    Eine saubere technische Lösung wäre eine Farbraumemulation (nicht Kalibrierung!) fur einen beliebigen Monitor in einen beliebigen anderen größeren oder kleineren Farbraum. Ob es so etwas überhaupt schon gibt?


    grüssli merlYnn

    Na - sobald das Wetter wieder besser wird - und das Auto wieder fährt - werde ich mich mal dran machen.


    Frage: was passiert denn bei bewegten Wasseroberflächen mit Focus Stacking? Sieht das ähnlich aus, wie mit einem ND Filter? Dann wäre es ja wieder interessant!


    grüssli merlYnn

    Hi - also mein Anliegen war ja nicht, dass sich jetzt jeder einen neuen Monitor kaufen soll! Das muss man nicht. Höchstens würde ich anregen, sich das mal zu überlegen, wenn ein Neuer fällig wird. Mein alter Monitor fing an zu flackern - und jeden Tag entdeckte ich auf der Oberfläche plötzlich neue Brandflecken! Da wurde es allerhöchste Zeit.


    Worum geht es mir eigentlich? Bei Hartmut war ja meine Bildkritik: an einigen Stellen zu hohe Sättigung - eine Stelle am Himmel sieht bei mir so unnatürlich bonbonfarben aus.


    Schauen wir uns dazu doch mal Farbräume an. Der kleinste Farbraum ist sRGB - das ist der kleinste gemeinsame Nenner, den haben die meisten Bildschirme - aber oft nicht ganz.


    Der nächstgrößere Farbraum ist Adobe RGB, dort kann man mehr Farben darstellen. Was heißt mehr Farben? Es bedeutet, dass dieser Farbraum REINERE Farben darstellen kann, als sRGB. Das reinste Rot in sRGB ist sRGB(255/0/0). Ein höherer Farbraum kann vielleicht ein Rot von sRGB(275/0/0) darstellen. (Die genauen Zahlen für Adobe RGB kenne ich nicht, also nur ein fiktives Beispiel hier zur Veranschaulichung). Dieses 275 Rot ist nicht heller - enthält also nicht einfach einen größeren Weißanteil - sondern ist REINER. Farbreiner als das Rot in sRGB.


    Jedes Programm zählt das Rot aber von 0 bis 255. Ein Rot von 275 gibt es nicht. Ein höherer Farbraum als sRGB zählt also sein reinstes Rot als 255 - das reinste Rot von sRGB ist in diesem höheren Farbraum vielleicht bei 235. Daher muss ein Bild immer auch ein Profil mit dabei haben, in welchem Farbraum seine Farb-Werte gelten. Bei einer Farbraumkonvertierung werden Bilder so umgerechnet, dass die Werte von sRGB beispielsweise in Adobe RGB passen.


    Läd man ein Bild mit sRGB Profil ohne Konvertierung in eine Adobe RGB Anwendung - erhält z.B. das blassere sRGB Rot von 255 jetzt das reinere, gesättigtere 255 Rot von Adobe RGB. Daher sehen diese Bilder dann so seltsam bonbonfarben, übersättigt aus.


    Nochwas: in einem größeren Farbraum ist die Erhöhung der Farbreinheit nicht regelmäßig - sondern total unregelmäßig. Bei einigen Farben ist die Erhöhung der Farbreinheit sehr hoch - bei anderen kaum. Es ist also eine sehr unregelmäßige Angelegenheit.


    Das Ganze Thema kann aber auch bei verschiedenen Monitoren der Fall sein: wenn ein Monitor den sRGB Farbraum nicht voll abdeckt, hat er einen kleineren Farbraum als ein Monitor, der den sRGB Farbraum zu 100% abdeckt. Ein Bild, welches auf einem Monitor mit kleinerem Farbraum stimmt, wird auf einem Monitor mit größerem Farbraum so Richtung übersättigt, hier und da bonbonfarben aussehen.


    Und der aufmerksame Leser hat bestimmt schon längst gemerkt, das das ja ziemlich genau meiner Bildauswertung von Hartmuts Bild entspricht! Hier bewegt mich die Frage: ist meine Bildauswertung überhaupt gerechtfertigt - bzw sehe ich nur auf meinem Monitor ein anderes Bild als Hartmut auf seinem Monitor? Und wenn das mit der Übertragung wirklich so gravierend ist: wie gehen wir damit um?


    Braucht nun jeder einen neuen Monitor?


    Ausdrücklich: NEIN! Warum? Nun, jemand mit einem Monitor mit kleinem Farbraum wird bei sich die Farbleuchtkraft, die Sättigung etwas hochdrehen. Er erreicht damit natürlich nicht die reineren Farben eines höheren Farbraumes, aber: er verschiebt sein gesammtes Farbspektrum Richtung reinere Farben, PUSHT die Farben, bis das Bild an seinem Monitor stimmt. IN SEINEM UNIVERSUM ist also alles in Ornung: er bekommt ein stimmiges, befriedigendes Ergebnis. Und braucht keinen anderen Monitor, solange er zufrieden ist.


    Probleme gibt es nur, sobald wir die Bilder austauschen.


    Gerade das Pushen der Farben mit Farbleuchtkraft verstärkt noch den Effekt, dass es auf einem anderen Monitor mit größerem Farbraum zu stark gesättigt - und hier und da bonbonfarben aussieht. Der Effekt - übersättigt, bonbonfarbene Ausreisser - VERDOPPELT sich also nochmals durch die Bildbearbeitung.


    Distel hat für mich einen detailreduzierten Stil entwickelt, zugunsten einer hohen Dramatik. Hier in der 100% Ansicht Details zu suchen, finde ich nicht sinnvoll. Nehmen wir das Programm Analog Projects. Diese Bilder wurden damals auf Postkartengröße ausgegeben, Analog Projects arbeitet toll auf Bildschirmgröße. Bei diesen Looks reinzoomen und Details suchen, ist nicht sinnvoll. - Bei bestimmten reduzierten Looks ist es nicht sinnvoll, reinzuzoomen und Details zu suchen. ABER: auf Bildschirmgröße sollte ein Bild gut aussehen.


    Nach dem, was ich auf verschiedenen Monitoren gesehen habe, kann es sehr gut sein, dass Distels spezieller Look empfindlich ist gegen eine Übertragung in einen anderen Monitorfarbraum. Dann mögen Farben reinkommen, die nicht passen - und Strukturübergänge nicht mehr stimmen.


    Und das könnte nicht nur für Distels Bilder gelten.


    ALSO: das waren die Fragen, denen ich mal nachgehen wollte. Wenn ich in nächster Zeit bei Freunden rumkomme, werde ich mir nochmal mehrere Bilder der Pimp Reihe auf verschiedenen Monitoren ansehen und mal sehen, wie gravierend das Problem eigentlich ist. Und dann mal weitersehen, wie man das Ergebnis dann handhaben kann.


    Für mich selber könnte ich mir einen sehr billigen Zweitbildschirm kaufen, wenn ich wieder im Plus bin :) Dann könnte ich die Bildbearbeitungsschaltflächen auf den Zweitmonitor legen - und das Bild als Vollbild auf dem Eizo bearbeiten. Aber: ich hätte dann auch zwei Monitorfarbräume zur vergleichenden Ansicht.


    Meine Bilder könnten übrigends auf Monitoren mit kleinerem Farbraum etwas blasser aussehen als bei mir.


    Soweit erstmal -


    grüssli merlYnn

    Meine Fujifilm X-H1 hatte mal per Softwareupdate auch das Fokus Bracketing dazu bekommen! Darüber bin ich natürlich glücklich! So kann ich mal ausprobieren, ob und inwieweit das auch für meine Landschaftsaufnahmen sinnvoll ist.


    grüssli merlYnn

    In unserer Rubrik "Pimp my Belichtungsreihe" beurteilen wir ja gegenseitig unsere Bilder.


    Ein Problem, wenn es um Farbstichigkeit, zu hohe Sättigung, Farbabrisse, übertriebene Looks usw geht: dass da Vieles einfach GESCHMACKSSACHE ist. Im professionellen Bereich gilt das Geschmacksargument weniger - da gibt es schon REGELN über Farbharmonien und die Gewichtung der einzelnen Farben usw.


    Aber gut - so im persönlichen Bereich, wo es ja Spass machen soll , haben wir es mir verschiedenen Geschmäckern und Vorlieben zu tun.


    Neben Geschmack gibt es da ein weiteres Probelm der Bildbeurteilung: der Monitor. Jeder Monitor stellt das Bild anders dar! UND ZWAR GRAVIEREND!


    Nun könnte man meinen, dass eine Software-Kalibrierung das Problem verbessert: stimmt aber nicht unbedingt! Jede Software Kalibrierung vermindert die darstellbaren Farben eines Monitors, und zwar umso mehr, je mehr die Kalibrierung eingreifen muss. Da können z.B. Farbabrisse usw. entstehen.



    Bei einem günstigen Monitor, (besonders Office-Laptops, Laptops), der sowiso schon wenig Farben darstellt - kann es daher sogar besser sein, den Monitor gar nicht zu kalibrieren.


    Wie kann man sich diesen Farbverlust an darstellbaren Farben vorstellen, beim kalibrieren???



    Der Monitor mischt alle Farben aus Rot und Grün und Blau. Ein 8 bit Monitor hat pro Farbkanal 255 Helligkeitsstufen, kann also aus Rot und Grün und Blau 255X255X255 Farben mischen - theoretisch! Jetzt stellt die Kalibrierungssoftware fest: das exakte Rot liegt bei 230, das Grün bei 220, das Blau bei 240 - dann kann der Monitor nur noch 230X220X240 Farben darstellen.



    Zudem: man kann sich alle darstellbaren Farben auf einem GITTERNETZ vorstellen - jede darstellbare Farbe als einen Punkt auf dem Netz.


    Kalibrieren heißt: die gemessene Farbe auf den richtigen ORT im Gitternetz zu bringen - dadurch wird aber das Farb-Gitternetz VERZERRT. An einigen Stellen wird das Netz weitmaschig - da gehen Farben verloren, da dort weniger Farbpunkte vorhanden sind. An anderen Stellen wird das Netz engmaschig - so eine "Dichte" kann der Monitor aber gar nicht darstellen, also gehen da auch wieder Farben verloren.


    Das erzählen einem die Verkäufer von solchen Software Lösungen nicht. Und es kann unter Umständen wirklich besser sein, einen stärker abweichenden Monitor gar nicht erst zu kalibrieren.



    Perfekte Lösung sind HARDWARE KALIBRIERTE MONITORE - wie die Eizo Coloredge Serie (nur diese Serie für Bildbearbeitung!!!). Dort werden die Farben im Monitor kalibriert - dabei gehen KEINE Farben verloren. Dafür sind solche Monitore teurer.


    Ich habe den noch relativ günstigsten Eizo 2420 aus der Coloredge Serie, hardwarekalibriert, deckt sRGB und Adobe Farbräume vollständig ab - kostet etwa 650 Euro. Klaro - das macht richtig Spaß, wenn alle Farben da sind und sie auch stimmen! Hier bin ich sicher, dass die Bilder einer objektiven Industrie-Norm entsprechen, Farbecht entwickelt werden, und auch so gedruckt werden können. Ich kann das nur empfehlen - einen Monitor hat man ja schließlich 10 - 15 Jahre!


    Aber ebenso klaro - das will natürlich nicht jeder, solch eine Ausgabe. Dazu käme ja noch die Kalibrierungs-Hardware.



    Nun habe ich mal bei Pimp 123 die Bilder auf vielen Monitoren bei Freunden angesehen - die Unterschiede sind für mich erschreckend groß. Beispiel: das Bild von Distel dort. Auf meinem Monitor, der den gesamten sRGB Farbraum abdeckt, sieht das Bild ziemlich verwaschen und farblich unglaubwürdig aus. Auf einem Laptop, üblicherweise blaustichig, mit wenig darstellbaren Farben, sah das Bild hingegen HOMOGEN und glaubwürdig aus.


    Also muss ich mir doch nochmal die Bilder bei einem Freund auf einem billigen Laptop augucken, wenn ich Bilder beurteilen will. Kann ja sein, dass Leute mit unkalibrierten, günstigen Moitoren BEI DER BILDBEARBEITUNG FARBEN ERZEUGEN, DIE SIE AN IHREM MONITOR GAR NICHT WAHRNEHMEN KÖNNEN. Problem ist, dass ich das aber auf meinem Monitor sehe. Bzw sieht das jeder, je nach seiner Farbdarstellung am Monitor - unterschiedlich stark. So von gar nicht - bis sehr deutlich.


    LAPTOPS und günstige Bildschirme sind üblicherweise BLAUSTICHIG, da dies Schärfe und Brillianz suggeriert. Dass damit Rot und Grünkanal abgesenkt werden - also die Menge an darstellbaren Farben drastisch kleiner wird - dass dies ungesund für unsere Augen ist - für Bildbearbeitung und Farbechtheit nicht geeignet ist - interessiert die Hersteller wohl nicht. Hauptsache, das Produkt KNALLT beim Käufer - obwohl es in Wirklichkeit sehr wenig leistet!!!! Kalibriert man so einen Bildschirm mit einer Software-Lösung - hat man wirklich NICHTS gewonnen! Einige wenige Farben mögen jetzt stimmen - andere wieder nicht - und die Menge an darstellbaren Farben wurde drastisch verringert.


    Ich hatte vorher 12 Jahre lang einen günstigen Samsung - der Eizo Color edge war für mich dann eine Offenbarung, muss ich sagen. Ich habe mir gesagt: wenn ich üblicherweise sehr lange, Stunden, an einem Bild sitze - und habe dann hunderte entwickelte Bilder, die wegen meinem Monitor nicht stimmen .... und dann habe ich gespart. Da macht dann auch normales surfen - Videos gucken - Bilder anschauen - viel mehr Spaß!


    Bei Pimp my Belichtungsreihe hatte mich z.B. Distel ein wenig beschäftigt. Er bekommt häufig das Feedback: zu übertrieben im Look. Ob das nun Geschmacksache ist, weiss ich nicht - ich weiss ja nicht einmal, wie das Bild auf seinem Monitor aussieht. Ich weiss nur, dass es Monitore gibt, wo sein Look STIMMT! In sich harmonisch ist. Auf meinem Monitor stimmt es nicht mehr. Wenn Hartmut sagt, er tut sich da schwer, Bildbeurteilungen nachzuvollziehen - müsste man da hellhörig werden, ob das nicht an unterschiedlichen Monitoren liegt. Und diese Unterschiede der Bilddarstellung sind nicht nur so ein bischen - sie sind gravierend!


    Wir müssen davon ausgehen, dass einige Kritikpunkte an einem anderen Monitor gar nicht sichtbar sind. Wie nun damit umgehen? Bei meinem Monitor könnte ich auf Ojektivität pochen - aber bei Pimp my Belichtungsreihe geht es ja nicht um das Erreichen Aller zu einer professionellen Industrie Norm. Und weiter: Bildqualität interessiert nicht nur nicht die Monitorhersteller - auch das Web und seine Webbrowser interessiert das nicht. Siehe das - ironisch gesagt - hohe Interesse an gutem, zeitgemäßem Farbmanagement der Webbrowser. Die hinken der Zeit total hinterher - es besteht sichtlich wenig Interesse, das zu ändern.


    Vielleicht ist es für die Industrie lukrativer, die Leute auf ein niedriges Qualitätsniveau zu PROGRAMMIEREN, weil man dann schlechte Qualität für viel Geld verkaufen kann, ohne dass die Leute sich beschweren. Das fiese daran ist: die Warhnehmung von Qualität lässt sich TRAINIEREN - wenn überall ein niedriges Level vorherrscht, fallen die anderen Level aus der allgemeinen Realität heraus. Das gilt auch für das Hören genauso - habe ich gute Boxen, kann ich mir keine Handy Musik anhören - unsere Kids sind da inzwischen gut auf schlechte Akustik programmiert worden, böse gesagt! Bei Bildern nehmen wir das Beispiel Retusche: wir sind sosehr auf diese glattgebügelten und gefilterten Gesichter programmiert, dass viele so eine Filter Bearbeitung am Handy noch obergeil finden, dass Programme als vermeintliche Retusche Ruckzuck Lösungen, sich für echtes Geld als gute Retusche verkaufen können - ohne dass die halbe Welt vor Entrüstung aufschreit! Einfach deshalb, weil in den Mainstream Medien das gute Handwerk gar nicht mehr VORHANDEN ist, und somit aus der allgemeinem Wahrnehmung herausfällt. Hätten wir uns gute Qualität ANTRAINIERT - könnten viele Produkte uns gar nicht erst angedreht werden - oder gar noch einen Kultstatus erreichen!


    Das alles heißt aber für mich zum Beispiel, die Bildqualität meines Monitors (Farbraum etc) kann ich im Web gar nicht übermitteln. Auf anderen Monitoren dann ebenfalls nicht. Wohl aber beim Drucken. Dass Farbechtheit usw, dann aber auch auf ungünstigen Abbildungswegen und Geräten etwas besser aussehen, ist da nur ein schwachen Trost.


    Das sind aber so die Realitäten, die man vielleicht KENNEN sollte.


    Was meint ihr dazu? Habt ihr das auch schon erlebt, dass eure Bilder woanders, bei Freunden und Bekannten, oder auch im Fotoclub, ziemlich anders aussehen?


    grüssli merlYnn

    Wie angekündigt, hier die Auswertung:


    Maikco: Bild 1 - eine sehr überzeugende, natürliche Darstellung. Hier stimmt die Farbsättigung!

    Bild 2: Mehr die Farben betont, gemäldeartiger, dramatischer. Beim Rasengrün ganz vorne rechts noch etwas die Leuchtkraft herausnehmen, das wird sonst dort zu unnatürlich.


    Hartmut_1: So hatte ich mir das mit dem Orange der Bäume vorgestellt! Aber Vorsicht beim Aufhellen von dunkeln Teilen des Motivs durch Tonemapping: die dunkle blaue Stunde aufgehellt, erzeugt rechts unten einen blauen Rasen. Dann muss bei Aufhellung auch die Sättigung verringert werden - der gelbliche Rasen im unteren Bildteil hat zu viel Farbleuchtkraft. Der hellere Teil des Himmels (Bildmitte) wirkt etwas zu grünlich. Im insgesamt gefällt mir aber die Interpretation!


    Privfoto2: eine sehr gesättigte, dramatische Interpretation, mehr gemäldeartig. Auch hier: mit der Sättigung (Rasen) aufpassen!


    Jede Ausarbeitung hier hat für mich eine ganz eigene Richtung - da kann man schwer von "richtig" oder "falsch" reden. Gefallen tut mir ein jedes, auf seine Weise. Ich gebe daher den Staffelstab mal an die gemäldeartige Interpretation von Privfoto2 weiter.


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    Fazit: Hier, wie auch oft schon in früheren Reihen, nehme ich Farb - und besonders Farbsättigungsprobleme wahr. Farbsättigung und Leuchtkraft erscheinen in bestimmten Bildteilen als zu hoch. Grund mag eine starke Aufhellung dunkler Bild-Bereiche sein.


    1) Schatten, die "Farbe" Schwarz - haben ja auch einen Farbton, der aber kaum wahrgenommen wird. Helle ich Schatten stark auf, tritt dieser Farbton mehr in Erscheinung - und es kann sein, dass er nicht mehr passt. Paradebeispiel hier ist der Rasen rechts unten, der in dunkler blauer Stunde versinkt - da passt das - aber wenn man diesen Bildteil zu stark aufhellt, erhält man einen unmotivierten blauen Rasen.


    2) Helle Farben haben naturgemäß weniger Sättigung als "kräftigere" dunkle Farben. Helle ich Bildteile stark auf, durch Belichtungsregler, oder aber auch durch Tonemapping - muss ich dort auch die Sättigung zurückfahren. Sonst erhalte ich "quietschige" Farben mit zu hoher Farbleuchtkraft.


    Bei all diesen Problemzonen hilft z.B. der Filter "Farbton korrigieren" aus Color Projects. Mit der Pipette nimmt man eine "Probe" der Problemfarbe auf - und berichtigt es, Hier kann man sogar einen Filter für die Himmelsfarbe nehmen - einen Fiter für das gelb-orange der Bäume - einen Filter für den Rasen und einen Filter für den zu blauen Rasen - und so kann man nur mit "Farbton korrrigieren" aus Color Projects zum Schluss nochmal das ganze Bild farblich abstimmen. Das wäre eine Möglichkeit von vielen, die funktioniert. Wer Lust hat, kann es ja mal an diesen Bildern ausprobieren.


    grüssli merlYnn

    Hei - super!


    Eine natürliche Bearbeitung wie die von Maikco ist ja eine gute Basis - dem Bild auf der Spur zu sein, daher mache ich es immer vor den Effekten. Das muss man aber nicht so sehen :D Man kann auch gleich "loslegen".


    Gefallen haben mir an dem Bild die Farben, der Farbverlauf: Blau, Gelb, (oder) Orange, Grün. Mit dieser Farbharmonie im Bild lassen sich sehr malerische Variationen erstellen. Wie es ja die letzen beiden Bilder von Hartmut und Maikco zeigen.


    Die Verwackelung im letzten Bild - ob das CAs sind oder Kamera verzogen - ist ja so ein Nerd Thema. Was Maikco gemacht hat - letztes Bild abschalten - ist wohl die einfachste Radikalkur :D


    Von MiPi gibts dann wieder super Webinare!


    Das Bild lasse ich noch diese Woche drin - da ja Familienzeit vor geht.


    Grüssli merlYnn

    Hi - bin gerade unterwegs.


    Also: ich hatte ja geschrieben, man kann einfach sofort loslegen. Das wäre für Einsteiger auch angebracht.


    Die "Tips" sind dafür gedacht, dass wir untereinander vielleicht auch mal etwas den Horizont erweitern - und voneinander lernen. Ansonsten würde ja jeder in der Pimp Reihe jahrelang immer dasselbe machen und nie mehr weiterkommen. Aber auch hier gilt: nur, wen das auch interessiert!


    Die Tips sind ja auch zum NACHMACHEN - mit Orientierungswerten. Ich glaube, dass sich das lohnt, sich dafür mal etwas Zeit zu nehmen. Aber auch da: nur wer sich dafür interessiert, die Materie in kleinen Schritten zu vertiefen. Für Einsteiger ist das vielleicht nicht die richtige "Stufe".


    Für Einsteiger: das Kapitel RAW würde ich weglassen - aber vielleicht mal versuchen, die Geisterbildkorrektur zu versuchen an der Stelle mit den Bäumen. Dann wäre es nicht schlecht, zur Übung auch mal das letzte Bild im Belichtungseditor abzuschalten. Es kann immer mal sein, dass ein Bild besonders verwackelt oder so daneben ist, dass es das gesamte HDR Bild runterzieht. Hier gibt es ja die tolle Möglichkeit, so ein Bild im Editor schnell abzuschalten.


    Als Einsteiger: Kapitel 2 würde ich, wenn man Zeit dafür hat, einfach mal "Nachmachen" - und vielleicht selber etwas an den Reglern drehen. Das lohnt sich, wenn man selber Bilder in Richtung "natürlich" bringen will.


    Alternativ könnte man auch einfach ein PRESET wählen, welches funktioniert. Bei Problemen mit zu viel blauen Schatten lohnt es sich grundsätzlich, sich mal das Preset "LANDSCHAFT SONNENUNTERGANG" anzugucken. Oder Presets dem Tema: Landschaft - Sonne. Da werden oft schon solche Farbprobleme GELÖST. Das wäre der einfachste Weg.


    Die Farbbalance ist ja schon eine "fortschrittliche" Methode für Farbbearbeitung, weil man da auch etwas Farbenlehre kennen muss. Für uns reicht es, dass eine Farbe durch eine Komplementärfarbe abgeschwächt wird, wenn man sie mischt. 'Komlementärefarben zu mischen,. ergibt Grau. Der Filter Farbbalance enthält die wichtigsten Komlementärfarben, und damit kann man viel in einem Bild machen. - Wie gesagt, das kleine Tutorial ist ja zum "Nachmachen", dass man sofort ein gutes Ergebnis bekommt - und zum selber Ausprobieren darüberhinaus.


    Für Einsteiger: beim Kapitel Denoise reicht auch: REIN - Denoise machen lassen - UND WIEDER RAUS. Oder eventuell auch gar kein Denoise und gar kein Sharpen, da die Filter von HDR Projects, zusätzlich mit der Bearbeitung im Finalisieren Modus, für dieses Bild schon gute Ergebnisse liefern. Grosse Rauschprobleme gibt es ja nicht.



    KURZ: ein Einsteiger würde auch ganz einfach ein geeignetes Preset finden. Für ein natürliches Ergebnis so: Landschaft Sonne. Dann könnte man im Expertenmodus mal seber versuchsweise die Filter verdrehen und experimentieren, wenn man Zeit und Lust dafür hat.


    Inwieweit man weiter einsteigt, bleibt einem selber überlassen. Tiefere Einstiege habe ich so vereinfacht, dass ich eine Anleitung zum NACHMACHEN gegeben habe. Damit sollte sich aber nur der beschäftigen, dem das auch SPASS macht. Wenn ich zum Beispiel jahre lang meinen "eigenen Trott" mache, bin ich immer heilfroh, wenn sich mir NEUE WEGE eröffnen!


    Aber zum Schluss nochwas: Esw gibt Leute, Rentner wie ich, die sich stundenlang mit Theorien und Bildbearbeitung und so beschäftigen können.


    Dann gibt es nicht nur Einsteiger - sondern auch FAMILIENVÄTER, die auch gerne Fotografieren - und das Entwickeln gerne an das Programm "abgeben" möchten. Und kaum Lust haben, sich mit Farbtheorien und Balancen und Co Pro Bild herumschlagen zu müssen. Das betrifft ja nicht nur Einsteiger.


    Und: dies ist ja auch möglich. Dafü´r sind geügend Presets da - und man kann noch schnell fianlisieren.


    Es sind nicht nur Einsteiger, die solche Themen "überspringen" - und die Projects Programme sind ja FÜR ALLE flexibel genug.


    Aber wer den Ehrgeiz hat, noch jenseits der Presets selber zun entwickeln - wird hier vielleicht Anregung finden. ALLE ANDEREN NATÜRLICH NICHT!


    Also denne:


    Frohe 'Weihnachten - und hoffentlich frohes Schaffen - EIN JEDER, WIE ER ES WILL UND MAG!


    grüssli merlYnn

    Unser Elaborat könnte nun nach Denoise gehen.


    Da ich eine Fujifilm Kamera benutzt habe, kann man alle Rauschfilter - außer HD (Luminanz), abschalten. Fuji Kameras haben im Sensor keine Bayer Matrix, sondern eine unregelmäßitge Matrix. Dann sind es Iso-lose Sensoren, d.h. es wird nicht bei Iso Erhöhung die Sensor-Empfindlichkeit gesteigert - sondern dem Konverter die Info gegeben, dass er die Belichtung um den entsprechenden Wert erhöhen soll.


    Ich weiß nicht, ob das die Gründe sind, aber wir haben es bei den Fuji Kameras zuerst mit Luminanz Rauschen zu tun, dann kommt irgendwann Farbrauschen. (Wenn man nicht vorher, z.B. in HDR projects, schon extrem die Farbwerte verorgelt hat und aus Luminanz-Rauschen bereits ein Farbrauschen kreiert hat :) ) Das Thema wollte ich aber in einem extra Post mal später diskutieren.


    Oki - also nur HD Luminanz Rauschen und in Denoise 3 natürlich den Pro Plus Modus, dann wirds schärfer und besser.


    ______________________________________________________________


    In Denoise oder Color Pro weitere Filter hinzufügen:


    1) Farbanpassung mit dem Filter FARBTÖNE ANPASSEN. Bei Goethe ist Orange-Blau der ideale Farbkontrast, also:


    Gelb etwas in Richtung Orange: -6, Rot etwas in Richtung Orange: +4, Blau +4. Cyan +6


    2) Der Filter NORMALISIERREN.


    Schatten ETWA auf 38, Lichter auf ETWA auf 28 schafft ein sehr tiefes, malerisches Bild. Experimentiert mal damit!


    3) Der Filter FARBFILTER


    Er wirkt im Bereich von Rot bis Gelb in diesem Bild dramatisierend, Farben werden intensiver, das Bild wirkt tiefer.


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    Soo - aber nun seid ihr dran. Ich hoffe, die Mini-Tutorials :) konnten zu eigenen Ideen inspirieren - zumindest hat man damit eine natürliche Vorlage - als Vorraussetzung zu einem eigenen Look.


    Da bin ich mal gespannt!


    grüssli merlYnn

    Nächstes Problem - schon im ersten Preset, nach dem Einladen, sieht es unnantürlich in den Kontrasten aus - weiter haben wir in der Sonne eine hohe Farbtemperatur - in den Schatten eine niedrige Farbtemperatur (Blaustich) , da ist bereits blaue Stunde - in der Sonne noch lange nicht! Mit einem EINFACHEN Weissabgleich kriegt man das nicht geregelt.


    Massnahmen:


    1) Das Tonemapping grundsätzlich bei der Maskierung auf ZENTRUM beschränken - bei den Tonemappings Farbtreue und Retina auf Schatten schützen stellen, ev, den ersten Punkt etwas hochschieben.. Damit verhindert man, dass der Rasen vorne zu sehr gesättigt ist.


    2) Das Tonemapping sparsamer einsetzen - dafür mehr mit "dynamische Helligkeit" arbeiten.


    Orientierungswerte für Preset AUSGEWOGEN: Tonemapping Kontrast: Maskierung auf Zentrum, Intensität 32, Kompression: 25, dynamische Helligkeit 75.


    Damit kann man das Ganze schon wesentlich natürlicher einpegeln - jetzt müssen wir uns noch um die blauen Schatten, besonders um den unnatürlich blauen Rasen unten rechts kümmern! Anstatt mehrmals selektiv den Weißabgleich zu belästigen, versuchen wie es doch mal mit:


    3) Farbbalance Filter im Expertenmodus hinzufügen.


    Wir könnten jetzt einfach mit dem letzen Regler Blau rausnehmen aus dem Bild - indem wir Gelb reinregeln mit dem untersten Regler der Farbbalance. Gelb ist die Komplementärfarbe zu Blau, und ein Hinzufügen von Blau neutralisiert Gelb.


    (Denselben Effekt hätten wir mit: FARBTON HINZUFÜGEN, aus Color Projects, wenn wir Gelb hinzufügen würden. Wir würden Blau neutralisieren, schwächen, ausgrauen.)


    Das Ganze wird mit der Farbbalance aber zu ungenau. Wir könnten den genauen Gelbton ja nicht bestimmen. Ausserdem könnte es zu einem Gelbstich kommen. Probiert es aber mal aus. Und stellt dann zurück auf Null.


    In der additiven Farbmischung, wo die Farben aus sich selbst heraus leuchten, ergibt Rot plus Grün = Gelb! Das ist anders, als die subtraktive Farbmischung, wo Farben absorbiert und reflektiert werden, z.B. im Malkasten, wie wir es von der Schule her kennen. Dort ergibt Rot und Grün eben KEIN Gelb! Hingegen: wenn wir eine rote Lampe neben eine grüne Lampe stellen - ist die additive Mischfarbe der aus sich selbst heraus leuchtenden Elemente: Gelb!


    Statt mit dem letzten Blau-Gelb Regler der Farbbalance das Gelb zu verstärken, wäre es eleganter, Rot und Grün zu verstärken, da Rot + Grün=Gelb ist! Damit könnten wir den Gelbton mit zwei Reglern viel genauer bestimmen. Ausserdem könnte die Erde im Bild auch mehr Rot gebrauchen. - Mit Gelb könnte man dann am Schluß mit dem untersten Regler vorsichtig nachregeln.


    Orientierungswerte, wenn ich im Preset AUSGEWOGEN den Schärfe Filter abschalte, und Farbbalance hinten anfüge, und oben Punkt 1 und 2 schon abgeglichen habe:


    Cyan-Rot: Plus 34


    Magenta-Grün: Plus 18


    Gelb-Blau: Minus 5


    Aber experimentiert mal selber damit!


    Jetzt sieht es doch schon richtig natürlich aus - und gar nicht, wie ein "ach typisch HDR" Bild!


    :)

    Tip 1: RAW Konverter


    Läd man die Reihe in HDR Projects, schaltet den Vorschaumodus aus, und zoomt mal die Bäume rechts der Bildmitte ein - sind die Kanten der Baumstämme unscharf.


    Man könnte das mit der Geisterbildkorrektur verbessern - auf Kosten einiger Details.


    Geht man in den Belichtungseditor, sieht man diese Unschärfe ganz deutlich. Schaltet man das letzte Bild weg - 1185 RAF - wird alles wieder scharf. Auch ne Möglichkeit, aber dann fehlt eine Belichtung. ERKLÄRBAR ist das nicht: das letzte Bild ist nicht verzogen, unscharf o.ä.


    Es müsste einen anderen Grund, einen anderen Weg geben!!!! Bisher müssten wir ja vermuten, dass die Bildausrichtung nicht perfekt arbeitet. wie wir sehen werden, stimmt das aber nicht!


    Hier der richtige Weg, wie ich finde:


    Geisterbildkorrektur aus - wir nehmen ALLE Bilder.


    Nun geht es in den RAW Konverter, dort unter FARBE, arbeiten wir mal mit der Farbfehlerkorrektur, also mit der Korrektur der chomatischen Aberration im Obkjektiv! (Gruß an Maikco - ich hab jetzt auch ein teures Objektiv :D :D :D )


    Ich weiß, dass bei meinem Objektiv manchmel ROT CAs auftreten. Ich versuche, bei Lichtbeugung Rot einen Plus Wert zu finden - und da ist auch das Problem: hintere Bäume brauchen einen anderen Wert als vordere Bäume. Ich nehme einen mittleren Baum der rechten Bildseite und stelle mit Lichtbeugung Rot Plus 432 diesen Baum möglichst scharf. Dann gehe ich in die Verzeichniskorrektur, Objektivkorrektur, und mit Plus 83 Richtung Kissen ist auch ein weiter linker Baum möglicht scharf bei meiner Lichtbeugungskorrektur. - Lichtbeugung Grün stelle ich noch auf Plus 512, Lichtbeugung Blau auf Pus 531. Hier interessierte mich die Schärfeoptimierung.


    Gehen wir nun in den Belichtungseditor - sind die Bäume rechts zumindest weitgehend gleichmäßig scharf! Das Abschalten des letzten Bildes 1185 RAF bringt keinen Unterschied mehr! Damit haben wir bewiesen, dass das Problem an dieser Stelle (unregelmäßig verteilte) CAs sind - und keine Bildverwackelung oder ein Fehler der Reihenausrichtung im Programm!


    Vielleicht ist hier auch eine Einzelbildbehandlung besser - aber wir wollen ja nicht 500%tig zoomen