lange Bearbeitungszeit beim rendern

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  • Hallo Thomas,


    danke für das Testvideo - ich habe das eben mit den Fällen (a) bis (d) einmal gerechnet und folgende Zeiten erhalten:

    -> AMD 3970x 32core - 64GB 3.2Ghz RAM - nVidia RTX2070s (die macht hier kaum was aus)

    (a) Ohne jegliche Veränderungen, alles im Programm abgeschaltet: 9 Minuten

    (b) Nur bei den Videoausgabeeinstellungen Artefakte deutlich reduzieren: 19 Minuten

    (c) Im Programm Artefakte deutlich reduzieren (fotografische Einstellung Artefakte 25 und Schärfe 20), Auflösung unverändert, Videoausgabe Standard MP4 H264: 53 Minuten

    (d) Das Video in der Qualitätsstufe schnell auf 8K gezoomt, ohne fotografische Einstellungen (deaktiviert), Videoausgabe H264 Standard: 38 Minuten

    Das "Video Vorbereiten" dauert bei mit 58 Sekunden - also die 2 Minuten des Videos zuzuschneiden. Bei der 6.5GB Videodatei ist das keine schlechte Zeit.

    (a) 4m13

    (b) 9m16

    (c) 23m54

    (d) 19m01


    Was sofort auffällt ist, dass das Verhältnis der Rechenzeiten bei unseren System sehr ähnlich ist - ein gutes Zeichen dafür, dass hier alles nach Plan verläuft.


    Im Video selbst ist eine sehr stark "Treppenbildung" zu erkennen, weißt du woran das liegt?

    (Die Treppen werden auch bei einer Skalierung erhalten bleiben)


    -> Braucht vielleicht das Wasserzeichen der Demo im Ausgabevideo auch viel Zeit? Wenn ich das mit einem Videoeditor einblenden würde, wäre je nach Programm die Renderzeit deutlich länger.

    Das Wasserzeichen benötigt etwa 0.2% der Berechnungszeit - das kannst du also vernachlässigen.


    Nun suche ich wieder mal nach Lösungen zur echten Video-Qualitätsverbesserung, also nicht nur Farben, Kontraste erhöhen und überschärfen. Artefaktereduzierung auf die 5,7K oder/und Hochrechnen auf 8K machen da Sinn.

    Hier sollte ich vielleicht noch ein paar Worte vor dem Vortrag sagen :-)


    Die Artefaktreduzierung gibt es in 2 Varianten im Programm:

    - dein Fall (b), also die Artefaktreduzierung im Videobereich einschalten, reduziert primär Video-Kompressionsartefakte - also diese 8x8 Klötzchen und deren Übergängen, die man immer gern mal sieht

    - dein Fall (c), also die Artefaktreduzierung in den fotografischen Einstellungen, reduziert generelle Artefakte - also eine Art Bildentrauschung für "entgleiste" Pixel


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    müsste nicht ein 32 Kernprozessor 4x so schnell sein, wie ein 8 Kernprozessor? Meiner ist mit 8 Kernen im Lapotopmodus ausgewogen mehr als 1/2 langsamer. Wenn ich volle Leistung mit Übertaktung und volle Lüftung einschalte, komme ich vielleicht auf 1/2 der Geschwindigkeit, aber bestimmt nicht über Stunden hinweg.


    Die starke Treppenbildung liegt daran, dass das 16:9 Bild von 1920x1080 auf 2x1920x2160 (Side by Side halbe Breite) gestreckt ist. Das ist ein 3D Standardformat und bei Betrachtung wird in 2x 3840x2160 gestreckt.


    Ich sitze gerade mal an so einem VR Video aus den kleinen Kameras. Bei Zoom von 5,7 auf 8K brauche ich schon mindestens den Qualitätsmodus "gut". Schärfen muss auch sein. Nun habe ich für 11 Sekunden Ausgangsvideo 14 Minuten Berechnungszeit auf dem Schirm :rolleyes:


    Gibt's nicht auch Lösungen über die Grafikkarte? DLSS soll ja irgendwie bei Videoplayern gehen, aber für Videoeditoren gibt's das nicht.


    Viele Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    müsste nicht ein 32 Kernprozessor 4x so schnell sein, wie ein 8 Kernprozessor? Meiner ist mit 8 Kernen im Lapotopmodus ausgewogen mehr als 1/2 langsamer. Wenn ich volle Leistung mit Übertaktung und volle Lüftung einschalte, komme ich vielleicht auf 1/2 der Geschwindigkeit, aber bestimmt nicht über Stunden hinweg.

    das ist das was man allgemein annehmen würde - leider ist das nicht einmal im Ansatz so.

    - der 32-Kern Prozessor läuft bei Auslastung auf geringerem Takt

    - die Speicheranbindung bremst ein System, egal ob 8 oder 32 Kerne

    - Algorithmen lassen sich nicht beliebig auf Kerne aufteilen (Beispiel Sortierungen sind ein großes Problem)

    - die Caches teilen sich mehr Kerne

    - usw.


    Die starke Treppenbildung liegt daran, dass das 16:9 Bild von 1920x1080 auf 2x1920x2160 (Side by Side halbe Breite) gestreckt ist. Das ist ein 3D Standardformat und bei Betrachtung wird in 2x 3840x2160 gestreckt.

    Ok, verstehe - das ist ein Riesenproblem für Skalierungsverfahren.

    Alles was im Ausgangsvideo "an Fehlern" enthalten ist, wird aufwendig mitskaliert und damit nicht "weniger sichtbar".


    Ich sitze gerade mal an so einem VR Video aus den kleinen Kameras. Bei Zoom von 5,7 auf 8K brauche ich schon mindestens den Qualitätsmodus "gut". Schärfen muss auch sein. Nun habe ich für 11 Sekunden Ausgangsvideo 14 Minuten Berechnungszeit auf dem Schirm :rolleyes:

    5.7K auf 8K ist aber auch wirklich die Spitze der Nahrungskette - viel mehr Auflösung geht nicht, sowohl als Quellauflösung wie als Zielauflösung (allein das Video Kodieren in 8K braucht bis zu 32GB Arbeitsspeichern)-

    Allerdings ein 11 Sekunden Video mit 14 Minuten Berechnungszeit?

    Das wären 11x 25frames (? oder mehr) = 275 Bilder auf 840 Sekunden, also gut 3 Sekunden pro Bild...


    Wenn du magst, schick mir das Video mal vorbei, dann schaue ich mal, ob da irgendwas "aus der Reihe tanzt" :-)


    Gibt's nicht auch Lösungen über die Grafikkarte? DLSS soll ja irgendwie bei Videoplayern gehen, aber für Videoeditoren gibt's das nicht.

    DLSS ist (soweit ich weiß) eine Super-Resolution Lösung von nVidia speziell entwickelt um bei 3D-Spielen das Bild "gut" hochzurechnen.

    Vielleicht kann man das bei Videoplayern nutzen, aber zum neu codieren von Videos wirst du da vermutlich nichts finden (daran hat nVidia wohl kein Interesse)


    VG Michael

  • (Wie lang hat das Einzelbild gedauert in SHAPREN 4?)

    Ich habe das Einzelbild nochmal nach sharpen#4 eingelesen und mit den Einstellungen

    Oversampling X3 und Verwackeln/Unschärfe pro+

    dauert das Bildschärfen ca. 18 sec. (Die beiden Schalter wieder zurückgenommen ca.3-4 sec. Dieses Bild entspricht auch in etwa dem Bild aus Sharpen video )

    Für mich ist das ganze Thema jetzt entschieden klarer geworden und ich kann auch nachvollziehen, dass die Bearbeitungszeiten so sind, und wie ich sie beeinflussen kann.:)

    Gruss

    Achim

  • Hallo Achim,

    Ich habe das Einzelbild nochmal nach sharpen#4 eingelesen und mit den Einstellungen

    Oversampling X3 und Verwackeln/Unschärfe pro+

    dauert das Bildschärfen ca. 18 sec. (Die beiden Schalter wieder zurückgenommen ca.3-4 sec. Dieses Bild entspricht auch in etwa dem Bild aus Sharpen video )

    Oh ja, wenn man SHARPEN #4 richtig aufdreht (Oversampling, Pro+, Multi Direktionale Unschärfe, usw) dann wird da schon eine Weile gerechnet :-)

    Für mich ist das ganze Thema jetzt entschieden klarer geworden und ich kann auch nachvollziehen, dass die Bearbeitungszeiten so sind, und wie ich sie beeinflussen kann. :)

    :-) Super, so soll es sein!


    VG Michael

  • Hallo Thomas,

    Ich sitze gerade mal an so einem VR Video aus den kleinen Kameras. Bei Zoom von 5,7 auf 8K brauche ich schon mindestens den Qualitätsmodus "gut". Schärfen muss auch sein. Nun habe ich für 11 Sekunden Ausgangsvideo 14 Minuten Berechnungszeit auf dem Schirm :rolleyes:

    ich habe mir das 5.7k zu 8K Video auch einmal angesehen und durchlaufen lassen:

    -> 8K, Qualität auf "gut", ansonsten alles auf Default: 4m 50s

    -> 8K, Qualität auf "gut", Sharpen Overdrive auf "aus": 4m 25s

    -> 8K, Qualität auf "gut", fotografisches Preset auf "Original" (also ohne Schärfung): 3m 15s


    Man sieht hier, dass die Schärfung durchaus einen größeren Anteil an der Berechnung hat - für gute Ergebnisse sollte man diese aber wie du schon geschrieben hast eingeschaltet lassen ("Schärfe muss sein")

    Auf den Sharpen Overdrive Modus kann man evtl. verzichten, denn das ist "nur" eine Schärfung des bereits skalierten Ergebnisbildes


    Insgesamt teilt sich die Rechenzeit "in etwa" so auf:

    -> 2-10%: Videovorbereitung bei Zuschnitt

    -> 15-25: Videokompression je nach Codec

    -> 10%: Artefakte im Videobereich entfernen

    -> 10%: Artefakte in fotografischen Einstellugen entfernen

    -> 20-50%: Skalierungsverfahren (Spektraler Modus: 40-70%)

    -> 15-20%: Schärfung in fotografischen Einstellungen

    -> 10%: Sharpen Overdrive


    Das hängt dann zusätzlich noch davon ab, wie viele Konturen im Video vorhanden sind, welche und wie viele Tonspuren enthalten sind, usw.


    VG Michael