HDR #8 pro automatische Zuordnung Masterbild

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  • Hallo allerseits,


    ich habe 5er Belichtungsreihen vom Stativ gemacht und benötige wegen bewegten Blättern etc. eine Geisterbildkorrektur von mindestens Landschaft 100 bei Schärfe 50. Maßgeblich ist für die HDR Fusion die Zuordnung des Masterbildes. Ich habe in meiner Bilderserie aus 5er Belichtungsreihen hin- und wieder den Fall, dass eine Unterbelichtung als Masterbild zugeordnet wird und im Ergebnis werden dunkle Bereiche, die da nicht optimal belichtet sind, zu stark aufgehellt und das Gesamtergebnis wird zu dunkel.


    Gern würde die z.B. die mittleren Belichtungen vorher manipulieren, damit sie treffsicher als Masterbild von der Automatik zugeordnet werden. Ich habe schon HDR aus einem Bild mit Tonemapping als Tiff16, mittlere Belichtung im HDR 32Bit Format, als TIFF 16, die andern Belichtungen als TIFF 8 etc. probiert, aber das Programm lässt sich davon meist wenig beeindrucken. Meine Frage:


    Anhand welcher Kriterien legt die Automatik in HDR 8 das Masterbild für die HDR Fusion fest? Gibt es Tipps, einzelne Belichtungen aus der Bilderreihe vorher anzupassen?


    Bei 2 Belichtungen wird ein synthetisches Bild erzeugt. Mal heller, mal dunkler. Aber ab 3 Bilder gibt es die automatische Zuordnung.


    Viele Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas, Du kannst doch das Masterbild in HDR 8 variieren. Such doch einfach ein anderes Bild aus.

    Nach meinem Kenntnisstand wird bei 1 oder 2 Bilder immer ein neues erzeugt, damit mindestens drei Bilder da sind.

    Manipulieren kannst Du die einzelnen Bilder nur, wenn Du die Gewichtung und Belichtung anpasst.

  • Hallo Hartmut,


    ja, das Masterbild kann ich manuell anpassen, aber bei 415 Fotos in 5er Gruppen pro Auge, arbeite ich immer in Stapeln. Da ich generell viel mit Belichtungsreihen arbeite, suche ich immer nach einen automatisieren Workflow. Ich kann z.B. zuerst die Normalbelichtungen durch Stapel jagen, oder alle dunkler als 0EV fusionieren, dann heller als 0EV und dann die beiden Ergebnisse mit der Normalbelichtung durch HDR8 geben. Aber die Frage ist halt, woran macht die Programmautomatik die Festlegung des Masterbildes fest?


    Schauen wir mal, ob noch paar Anregungen kommen.


    Viele Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Aber die Frage ist halt, woran macht die Programmautomatik die Festlegung des Masterbildes fest?

    die Automatik, welche berechnet welche der Belichtungen am besten für das Masterbild geeignet ist, ist ein Algorithmus der noch aus dem Bereich HDR projects 3 oder 4 stammt (irgendwas im Bereich 2014)


    Das funktioniert in etwa wie folgt:

    -> suche das Bild mit der geringsten (MinLum) und höchsten (MaxLum) durchschnittlichen Helligkeit, aus allen Bildern deren durchschnittliche Helligkeit zwischen 7% und 90% liegt

    -> ermittle nun die optimale Masterhelligkeit (BaseLum) aus 70% von MinLum und 30% von MaxLum, also BaseLum = 0.7*MinLum + 0.3*MaxLum

    -> durchlaufe nun alle Belichtungen und schaue welche Belichtung am dichtesten an der optimalen Masterhelligkeit ist - dieses Bild wird das Masterbild


    Als Quellcode sieht das dann so aus:


    Man sieht das Verfahren passt sich an die Belichtungsreihe an, was auch sehr wichtig ist.


    Damit du nun einschätzen kannst, welches Bild das Masterbild wird, kann ich es vielleicht so umschreiben:

    -> Masterbild einer Reihe wird das Bild, welches am dichtesten an der Helligkeit wird, welche auf 30% der Strecke von dunkelstem zu hellstem Bild der Reihe liegt



    Da die Diskussion aber gerade läuft:

    "Für die kommende Version steht auf meinem Zettel -> Wählbare Masterbildfunktion einbauen"


    Welche automatische Wahl des Masterbildes wäre für Euch sinnvoll?


    Vg Michael

  • Hallo Michael,


    also werde ich einfach mal die beiden Unterbelichtungen in der 5er Reihe abdunkeln oder die Überbelichtungen etwas heller machen. Zwischen 7% und 90% wird's ja bleiben.


    Als Vorschlag für die Masterbildeinstellung hätte ich neben der vorhandenen Automatik:


    Mittlere Belichtung -> fällt abhängig von der Bilderanzahl auf die mittlere Belichtung (einfach nach Stück Bilder). Bei gerader Anzahl auf das dunklere Bild, also abgerundet.


    Dunkler: Die abgerundete Mitte (nach Anzahl der Bilder) zwischen dunkelstem Bild und Normalbelichtung. Bei drei Bildern -2, 0, +2 ist es -2 ((-2+0)/2=-1 gibt's nicht, also abrunden auf -2). Bei 5 Bildern -2, -1, 0, +1, + 2 ist die Mitte aus dunkelstem Bild -2 und Normalbelichtung 0 bei -1.


    Heller: invers zu dunkler.


    Wer wirklich auf die dunkelste Belichtung einer Reihe ab 5 Bilder gehen möchte, kann ja in einem zweiten Durchgang sein Ergebnis aus der Automatik noch einmal mit der Unterbelichtung als "Dunkler" durchlaufen lassen.


    Viele Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    ok, ich notiere mal :-)


    - adaptive Suche nach bestem Bild (das haben wir aktuell)

    - mittleres Bild, eher dunkles Bild (abgerundete Mitte), eher helles Bild (aufgerundete Mitte)

    - Bild mit mittlerer Helligkeit, Bild mit mittlerer Dunkelheit (Helligkeit liegt zwischen mittlerem und dunklestem Bild), Bild mit hoher (Helligkeit liegt zwischen mittlerem und hellstem Bild)

    - Bild mit höchster Schärfe?

    - ...?


    VG Michael

  • Es kommt darauf an, welchen Mehraufwand du in die nächste Programmversion stecken möchtest. Wenn die Bildschärfeanalyse aus der automatischen Bildanalyse eh drin ist, dann ja. Helligkeitsverlauf ND-Filter aus den HDR-Belichtungen von oben dunkles Bild nach unten Normalbelichtung (oder ab Mitte nach unten normale Fusion) soll ja auch noch rein.


    Wie man technisch einen Verlauf darstellen kann, dem die Geisterbildkorrektur folgt, weiß ich nicht. Also oben Unterbelichtung und dann nach unten zur Normalbelichtung übergehend. Da reicht aber vielleicht auch eine 2er Fusion, wo man das über das vielleicht synthetische Bild lösen kann. Bei einer reinen Deckkraftüberlagerung mit Verlauf von oben nach unten würde der Himmel immer grau werden :/. Also ist Maserbild Normalbelichtung und Verlaufsmaske in der Stärke der Geisterbildkorrektur die bessere Lösung, nur Flugzeuge und Vögel wären dann noch ein Problem.

  • Hallo Thomas,

    Wie man technisch einen Verlauf darstellen kann, dem die Geisterbildkorrektur folgt, weiß ich nicht.

    Die Antwort ist leicht: Gar nicht :-)

    Ein Verlauf würde das Auffinden von "Bewegung" empfindlich stören, dann hätte man einen Verlauf und keine Geisterbildkorrektur mehr.

    Es kommt darauf an, welchen Mehraufwand du in die nächste Programmversion stecken möchtest.

    Die Frage ist eher, wie viel Zeit man mir für eine neue Version gibt :-) Aber ja, mal schauen was es an Funktionen schaffen wird - die nächste Version ist ja noch ein ganze Stück weg.


    Aktuell arbeite ich an einigen Baustellen, z.B. HDR Fusion Stacking, neue Verrechnungsmethoden für Ebenen, Bereichsschutz für diverse Module, usw.


    Also oben Unterbelichtung und dann nach unten zur Normalbelichtung übergehend. Da reicht aber vielleicht auch eine 2er Fusion, wo man das über das vielleicht synthetische Bild lösen kann. Bei einer reinen Deckkraftüberlagerung mit Verlauf von oben nach unten würde der Himmel immer grau werden :/ . Also ist Maserbild Normalbelichtung und Verlaufsmaske in der Stärke der Geisterbildkorrektur die bessere Lösung, nur Flugzeuge und Vögel wären dann noch ein Problem.

    Vieles davon könnte man aktuell mit dem Gewichtspainter lösen, das hilft aber nicht bei Automatisierung.

    Und ja, was ist mit Bäumen die in den Himmel hineinragen, Flugzeugen oder anderen flugfähigen Dingen... dafür hätte ich zur Zeit keine algorithmische Lösung zur Hand - vielleicht gibt es hier auch noch gar keine Verfahren.


    Evtl. könnte man einen HDR Algorithmus konstruieren, der eine Mischung aus "vertikalem Verlauf und dem Entropie Verfahren" ist... aber ob das klappt?!


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    ich sehe derzeit nur den Unterschied zwischen Geisterbildkorrektur und ohne Geisterbildkorrektur. In den meisten Fällen löse ich die Geisterbilder im Bildzentrum bei Landschaft 100 / Schärfe 50. Die Automatik wirft mir aber auch mal Sport 25 bei Schärfe 50 aus. Auf das Entropieverfahren komme ich meist bei allen Experimenten zurück, da Masterbildzuordnung und Geisterbildkorrektur die Fusion maßgeblich beeinflussen und Entropie bei unterschiedlichsten Aufgaben am zuverlässigsten funktioniert.


    Das ist für das Bildzentrum schön, jedoch der Sinn, ausgebrannte Baumspitzen zu retten, wird nicht gut erfüllt. Wenn ich die Geisterbildkorrektur ausschalte, passt es in den Baumspitzen. Also wäre eine einfache Lösung, bei der Geisterbildkorrekturstärke eine Verlaufsmaske anzubieten. Da gibt's doch in den Experteneinstellungen diese Effektverlaufsmasken. Und diese Verlaufseinstellung bleibt dann (bis zum Neustart vom Programm) fest eingestellt.


    Die "Neuberechnung der automatischen Geisterbildkorrektur" als Optionshaken in der Stapelvereinbarung hast du bestimmt auch auf dem Zettel, da jede Belichtungsreihe andere Eigenschaften hat. Die Computer sind hardwareseitig in den letzten Jahren echt stärker geworden, da kann man auf Auswahl auch den HDR-Vorgang in der Stapelvereinbarung rechenaufwendiger machen.


    Ich bin mal gespannt, wann und was in HDR folgen wird. Bei mir läuft HDR 8 sehr oft.


    Viele Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Also wäre eine einfache Lösung, bei der Geisterbildkorrekturstärke eine Verlaufsmaske anzubieten. Da gibt's doch in den Experteneinstellungen diese Effektverlaufsmasken. Und diese Verlaufseinstellung bleibt dann (bis zum Neustart vom Programm) fest eingestellt.

    leider ist das mit der Verlaufsmaske nicht so einfach, da die Geisterbildkorrektur nicht "per Ebene" eingeblendet wird, so dass man diese auf die "Geisterbildebene" legen könnte.

    Die Geisterbildkorrektur ist ein Algorithmus, der bei erkannter Bewegung die algorithmischen Gewichtungen des Algorithmus mit einem Pinsel intern ausstanzt.


    Ich schreibe mir mal "Verläufe in Geisterbildkorrektur" auf und schau mal, ob mir dazu etwas einfällt... Dazu müsste ich die Intensität des Geisterbildkorrektur-Algorithmus Pixelweise in seiner Intensität manipulieren, eine Verlaufsebene wie im Expertenmodus klappt hier nicht.

    Die "Neuberechnung der automatischen Geisterbildkorrektur" als Optionshaken in der Stapelvereinbarung hast du bestimmt auch auf dem Zettel, da jede Belichtungsreihe andere Eigenschaften hat. Die Computer sind hardwareseitig in den letzten Jahren echt stärker geworden, da kann man auf Auswahl auch den HDR-Vorgang in der Stapelvereinbarung rechenaufwendiger machen.

    Die automatische Geisterbildkorrektur kannst du in der HDR Vorbereitung auch aus der Stapelverarbeitung aktivieren:


    Ist diese Option aktiv, wird für jede geladene Belichtungsreihe sofort eine Geisterbildkorrektur berechnet und somit auch in der Stapelverarbeitung.


    Vg Michael

  • 🤔 den Haken habe ich immer drin und wenn ich vorher im Programm dort z.B. Sport 25% einstelle, dann wird das in die Bildvorbereitungseinstellungen übernommen und bleibt so, bis zur nächsten manuellen Änderung oder Auslösung im Programm. Dass im Stapellauf pro Belichtungsreihe etwas anderes ermittelt wird, ist mir nicht aufgefallen. Stelle ich z.B. vorher zu viel in Prozent ein, besteht der ganze Stapellauf aus dem Masterbild mit HDR aus einem Bild. Das werde ich am Wochenende noch mal testen oder vielleicht ich habe in den Programmeinstellungen einen Haken für das Zurücksetzen rausgenommen.

  • Hallo Thomas,

    Dass im Stapellauf pro Belichtungsreihe etwas anderes ermittelt wird, ist mir nicht aufgefallen.

    Ach so, du meinst du möchtest, dass die Geisterbildkorrektur das "Automatisch Optimieren" in der Stapelverarbeitung durchläuft...


    Die "Neuberechnung der automatischen Geisterbildkorrektur" als Optionshaken in der Stapelvereinbarung hast du bestimmt auch auf dem Zettel, da jede Belichtungsreihe andere Eigenschaften hat.

    Ich ging aufgrund der Formulierung davon aus, dass die Geisterbildkorrektur an sich gemeint ist, da diese bereits die individuellen Eigenschaften der Belichtungsreihe analysiert und nutzt.


    Leider wird eine Nutzung des "Automatisch optimieren" nicht in der Stapelverarbeitung laufen können, da diese Funktion integral in das Interface eingebaut ist und eine Echtzeitvorschau liefert - würde man diese Funktion aus der Stapelverarbeitung aktivieren, wäre ein Absturz die direkte Folge, weil zu diesem Zeitpunkt das Interface nicht verfügbar ist.


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    zur Geisterbildkorrektur - unabhängig von Möglichkeiten der Stapelverarbeitung - eine Frage:


    Wäre eine selektive Geisterbildkorrektur (wie z.B. in PhotomatixPro) ergänzbar?


    Dort besteht neben dem automatischen Deghosting die Möglichkeit, einen Bereich des Bildes durch simples Umrahmen mit dem Mauszeiger als "ghosted" zu markieren. Im anhängenden Screenshot ist das z.B. ein Bildbereich mit fahrenden Fahrzeugen, der auf diesem manuellen Weg dann exklusiv der Geisterbildkorrektur unterzogen wird. Funktioniert auch bei den berühmten windbewegten Blättern.


    HDR8 leistet meines Erachtens sehr gute automatische Geisterbildkorrektur, und auch die bei Bedarf verfügbaren manuellen Nachbearbeitungsmöglichkeiten, um mittels Pinsel die Gewichtung einzelner Bilder bzw. Bildbereiche zu beeinflussen, sind vielseitig.

    Trotzdem würde ich persönlich eine zusätzliche, sehr einfach und schnell anwendbare manuelle Methode wie im beschriebenen Beispiel sehr begrüßen.


    Schorschgrüße

  • Hallo,

    mal zum Masterbild. Wenn ich mit HDR Projects arbeite, habe ich festgestellt, dass es öfter vorkommt das über bzw. unterbelichtete Bilder als Master gesetzt wird. Als Bildreihen benutze ich hauptsächlich große Belichtungsreihen (7 bis 12 Bilder pro Reihe) um Best mögliche Ergebnisse zu bekommen. Hier habe ich sehr oft Probleme mit der Automatik ein gutes Masterbild zu haben. Meisten muss ich es von Hand wählen.

    Für die Geisterkorrektur habe ich festgestellt, passt meist am besten ein Bild, was relativ schnell belichtet wurde, bzw. das was am meisten "schärfe" enthält. Die Automatik macht aber meistens da nicht mit. Als Masterbild wird oft ein länger belichtetes Bild genommen, wo Bereiche ausgebrannt sind, aber für die Geisterkorrektur ganz gut geeignet sind.

    Ich würde mir 2 Dinge wünschen wenn die technisch umsetzbar sind:

    1. Bild als Masterbild setzen, was keine großen ausgebrannte Bereiche hat (255,255,255), das wäre so die Haupt Priorität

    2. Auch umgekehrt keine große schwarze Bereiche (0,0,0). Wenn das nicht geht, dann das Bild, was den kleinsten Anteil von Punkt 1 und 2 jeweils hat.

    3. Das Masterbild wird ja auch meisten für die Geister Korrektur benutzt. Hier wäre es ideal, vielleicht an schärfe oder so, das Bild fest zu legen, was am wenigsten7Bewegungsunschärfe hat, aber erst in der Wertung nach Punkt 1. Das wäre z. B: sehr interessant für große Belichtungsreihen von 7+ oder 9+

    HG Markus

  • Hallo Schorsch,

    Dort besteht neben dem automatischen Deghosting die Möglichkeit, einen Bereich des Bildes durch simples Umrahmen mit dem Mauszeiger als "ghosted" zu markieren. Im anhängenden Screenshot ist das z.B. ein Bildbereich mit fahrenden Fahrzeugen, der auf diesem manuellen Weg dann exklusiv der Geisterbildkorrektur unterzogen wird. Funktioniert auch bei den berühmten windbewegten Blättern.


    HDR8 leistet meines Erachtens sehr gute automatische Geisterbildkorrektur, und auch die bei Bedarf verfügbaren manuellen Nachbearbeitungsmöglichkeiten, um mittels Pinsel die Gewichtung einzelner Bilder bzw. Bildbereiche zu beeinflussen, sind vielseitig.

    Trotzdem würde ich persönlich eine zusätzliche, sehr einfach und schnell anwendbare manuelle Methode wie im beschriebenen Beispiel sehr begrüßen.

    im Grunde gibt es diese sehr einfach und sogar flexiblere Methode in HDR 8 bereits im HDR Painter.


    Dazu habe ich eine kleine Bildergeschichte erstellt:


    (1) Ausgangsbild der Reihe


    (2) HDR Painter und Geisterbildkorrektur aktivieren


    (3) Gewichte Löschen und Stanze aktivieren und den gewünschten Bereich von Geisterbildkorrektur "befreien" (also dort die Gewichte löschen)


    (4) Ergebnis mit selektiver Geisterbildkorrektur


    Das ganze kann man innerhalb von ein paar Sekunden erledigen und man ist mit dem Pinsel auch sehr viel flexibler als mit einem Rechteck.


    Vg Michael

  • Hallo Markus,


    1. Bild als Masterbild setzen, was keine großen ausgebrannte Bereiche hat (255,255,255), das wäre so die Haupt Priorität

    Ok, das macht die momentane adaptive Automatik bereits über den Ausschluss sehr heller Bilder (>90% Helligkeit)


    2. Auch umgekehrt keine große schwarze Bereiche (0,0,0). Wenn das nicht geht, dann das Bild, was den kleinsten Anteil von Punkt 1 und 2 jeweils hat.

    Hier könnte man bei der Automatik gerade bei langen Reihen noch etwas "kräftiger" ausschließen, das könnte das Ergebnis evtl. noch verbessern.


    3. Das Masterbild wird ja auch meisten für die Geister Korrektur benutzt. Hier wäre es ideal, vielleicht an schärfe oder so, das Bild fest zu legen, was am wenigsten7Bewegungsunschärfe hat, aber erst in der Wertung nach Punkt 1. Das wäre z. B: sehr interessant für große Belichtungsreihen von 7+ oder 9+

    Das würde auf die oben angesprochen Variante des "schärfsten Bildes" anspielen - ich denke das werde ich ausprobieren.



    Ich fasse mal zusammen:

    Das Bild darf im Durchschnitt nicht zu hell oder zu dunkel sein (wie hell ist "zu hell" und wie dunkel ist "zu dunkel"?) - von den verbleibenden Bilder wähle das Schärfste aus (das Bild mit den meisten Mikrodetails).


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    wieder mal in aller Kürze auf den Punkt erläutert - herzlichen Dank, diese Möglichkeit hatte ich natürlich wieder mal verschlafen. :/


    Diese Technik erzeugt jedoch - je nach Motiv - eine sichtbar scharfe Kante... (?)

    Ich habe mal beide Varianten (unsinnig quer im Bild) ausgeführt und hoffe, der Unterschied ist in den Screenshots erkennbar.


    Schorschgrüße

  • Hallo Schorsch,

    Diese Technik erzeugt jedoch - je nach Motiv - eine sichtbar scharfe Kante... (?)

    Ich habe mal beide Varianten (unsinnig quer im Bild) ausgeführt und hoffe, der Unterschied ist in den Screenshots erkennbar.

    Ja, die "löschen Funktion" (Farbrollensymbol) erzeugt erst einmal eine Scharfe Kante - diese kannst du mit der Glätten Funktion + Stanze im Nachgang weichzeichnen, damit du wieder gute Übergänge bekommst.


    (5) Glätten + Stanze zum Weichenzeichnen der Gewichtungskanten


    Diese Funktionen sind übrigens seit der ersten HDR projects Version aus von 2012 bereits enthalten :-)


    Vg Michael

  • Hallo Michael,

    schön dass Punkt 1 schon enthalten ist in HDR projects.

    (wie hell ist "zu hell" und wie dunkel ist "zu dunkel"?)

    Ja das ist es. Das ist für mich das weniger große Problem. Ein dunkleres Masterbild fällt da nicht wirklich sooo ins Gewicht. Für mich wäre die autom. Geisterbildkorrektur vielleicht zu verbessern. Da ist es wie ich geschrieben habe ein Problem, dass ein Bild genommen wird wo zu viel "Bewegung" drin ist, obwohl es Bilder gibt bei denen es nicht der Fall ist. Da wäre so eine Funktion interessant, die entscheiden kann, das Bild nehme ich das ist am schärfsten. So wie du vorschlägst das über Microdetails zu machen.
    Wäre es möglich Bewegungsunschärf zu erkennen, als die wo durch bewegte Objekte erzeugt wird?

    HG Markus

  • Hallo Markus,

    Ja das ist es. Das ist für mich das weniger große Problem. Ein dunkleres Masterbild fällt da nicht wirklich sooo ins Gewicht.

    hier liegt das Problem in der unterschiedlichen Betrachtung:


    Wenn ich schreibe "wie dunkel ist zu dunkel", dann muss ich einen Wert festlegen, ab dem ein Bild "zu dunkel" ist - z.B. 10% durchschnittliche Helligkeit. Also genau einen Helligkeitswert der für alle jemals geladenen Belichtungsreihen gelten muss, ohne jede Ausnahme :-)

    Ebenso ist es mit "zu viel Bewegung" - wie viel ist das überhaupt?


    Wäre es möglich Bewegungsunschärfe zu erkennen, als die wo durch bewegte Objekte erzeugt wird?

    Leider geht das nicht, denn in einem einzelnen Bild kann man die Stärke einer Bewegungsunschärfe eines einzelnen Objektes nicht präzise messen oder ermitteln - die durchschnittliche Bildschärfe aber schon, da diese durch den Kontrast der umliegenden Pixel zu einem Pixel in der Mitte entsteht.


    Und das bringt uns zum Kernproblem der Geisterbildkorrektur:

    Der Rechner weiß nicht, dass sich dort Objekte bewegen - genau genommen weiß der nicht einmal was Objekte überhaupt sind.


    Gemessen wird hier die Lichtveränderung an jedem Pixel auf dem Bild im Verhältnis zur Lichtveränderung, die durch die unterschiedlichen Belichtungen ohnehin schon drin ist - dort wo die Lichtveränderung nicht der durch die Belichtung entspricht, wird Geisterbildkorrektur in der Stärke der Differenz in der Belichtungserwartung durchgeführt.


    Kurz gesagt: Der Algorithmus trifft extrem viele Annahmen, um überhaupt irgendwas zu erraten.


    Und in dieses Ratespiel wollen wir jetzt eingreifen :-)


    VG Michael