HDR Vorbereitung: Belichtung / Schatten optimieren

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  • Hallo Michael,


    in der HDR Vorbereitung gibt es die praktische Funktion, beim Einladen auch Schatten zu optimieren, damit diese farbtreu und dunkel bleiben.


    Allerdings ist dies mit einem hohen Schwarzwert in den Schatten verbunden und die Bilder bekommen schnell den Eindruck von "Trauerrändern".


    Wenn diese Schattenbereiche mit ihren Details einmal schwarz gerechnet sind, macht eine Experteneinstellung mit Maskierung Schatten und Aufhellen wenig Sinn.


    Gibt's den die Möglichkeit, die Schatten mehr auf Graustufen zu optimieren, damit die Ergebnisse natürlicher bleiben können? Oder sollte man diese Funktion dann lieber deaktivieren und zu stark aufgehellte Schattenbereiche maskieren und abdunkeln?


    Viele Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Gibt's den die Möglichkeit, die Schatten mehr auf Graustufen zu optimieren, damit die Ergebnisse natürlicher bleiben können? Oder sollte man diese Funktion dann lieber deaktivieren und zu stark aufgehellte Schattenbereiche maskieren und abdunkeln?

    man könnte den Algorithmus der die Schatten in der Bildvorbereitung automatisch optimiert natürlich ändern, die Frage ist dann wie genau?

    Solche Automatiken haben immer das Problem, dass diese mit absolut jedem Bild klarkommen müssen - bei spezifischen Optimierungsanforderungen ist der manuelle Weg sicher der bessere.


    Ohne Belichtungsoptimierung:


    Mit Schattenoptimierung - Belichtungsoptimierung abgeschaltet:



    Wenn du die Optimierung der Schatten über die Automatik machen möchtest und es Dir insgesamt zu dunkel wird, bitte darauf achten, dass du auch nur die Schattenoptimierung aktiv hast.


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    ich habe nach der Schattenoptimierung versucht, über Maskierungen die schwarzen Bereiche aufzuhellen, damit nichts kohleschwarz ist. Die dunklen Bereiche in den Schatten liegen nach der Schattenoptimierung bei R/G/B 0/0/0. Da helfen dann die Regler für Helligkeit/Gamma wenig. Besser wäre vielleicht eine Graustufe oder so, als wenn man den Schwarzwert in einem Bild reduziert.


    Wenn ich die Schattenoptimierung weglasse und dann z.B. das Profil "Natürlich Ausgewogen" um Maskierung Schatten erweitere und abdunkle (Gamma -10, Helligkeit -5,oben zuerst, vorm Tonemapping), dann ist nicht ein ähnlicher Effekt zu erzielen, wie bei der Anpassung über die Optimierung.


    Nur Schattenoptimierung hatte ich bei den Importeinstellungen noch nicht versucht. Bei meinen aktuellen Belichtungsreihen sehe ich da keinen Unterschied. Aber es liegt immer viel am Ausgangsmaterial. Und genau das will ich derzeit für HDR8 optimieren, da ich immer vorher vom separaten RAW-Konverter komme. Das ganze für Belichtungsreihen und Einzelfotos.


    Vielleicht ist das eine Idee für HDR9: Schwarzwert der Schattenkorrektur in den Importeinstellungen einstellen.


    Mit Schattenoptimierung:



    Ohne Schattenoptimierung:



    Ich werde weiterprobieren, vielen Dank für die schnelle Antwort :)


    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Vielleicht ist das eine Idee für HDR9: Schwarzwert der Schattenkorrektur in den Importeinstellungen einstellen.

    ich schreib mir das mal auf meinen ToCheck-Zettel.


    Da werde ich dann den Algorithmus unter die Lupe nehmen und versuchen eine reine Farbstichkorrektur in den Schatten zu programmieren ohne die Helligkeit an sich zu ändern - das sollte dann den gewünschten Effekt bringen :-)


    VG Michael


    PS:

    Die Liste sieht übrigens so aus (Nein, das kann man nicht lesbar machen ;-) )

    (Der rote Pfeil zeigt auf den frisch eingetragenen Punkt - man sieht, dass auf dieser Liste so einiges noch draufsteht)


  • Hallo Thomas,


    ist eine Weile her, dass das Thema Schattenkorrektur hier aktiv war.


    Ich habe nun den Algorithmus für die Schattenkorrektur-Filter komplett neu geschrieben und ein deutlich besseres Ergebnis erzielt:


    Ich denke damit dürfte das Ergebnis optisch ansprechend sein :-)


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    das sieht ja vielversprechend aus. Da freue ich mich schon auf die neue Programmversion. :)


    Ich habe gerade mit einer EOS R5 aufgerüstet und warte nun auf das 3D VR180 Objektiv. Derzeit teste ich die Kamera mit normalen 2D Fotos/Belichtungsreihen und 8K Videos. Für die Projectsprogramme ist ja die Freeimage.dll als Importformatbibliothek zuständig. Aktualisiert habe ich noch keine in den Programmen. Aber ist bekannt, ob vielleicht das Canon RAWc (Lightversion von CR3) und vor allem das Canon HEIF als .HIF, also 10 Bit aber nach allen Korrekturen der Kamera und mit geänderter Gammakurve für Spitzlichter (wenn aktiviert), dort bald mit berücksichtigt wird? Bei 45 Megapixel vom RAW oder HIF auf TIFF 16 Bit für den Import in die Projectsprogramme zu gehen, ist ja von den Dateigrößen her Wahnsinn. :rolleyes:


    Viele Grüße


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Wow, das hast du ja "in die vollen" gegriffen mit der R5, eine tolle Kamera!

    Für die Projectsprogramme ist ja die Freeimage.dll als Importformatbibliothek zuständig. Aktualisiert habe ich noch keine in den Programmen. Aber ist bekannt, ob vielleicht das Canon RAWc (Lightversion von CR3)

    aktuell werden die compressed RAW nicht unterstützt.

    Wir beziehen die RAW Library Versionen von der freien LibRaw https://www.libraw.org/blog - dort gibt es aktuell noch keine Release Version der Library mit einem unterstützten CR3 "Light" (compressed) .


    Ich hoffe aber, dass hier bald ein Update für die RAW Compressed Formate kommt im Release Status.


    Persönliche Anmerkung:

    Wenn man mich fragt halte ich diese "compressed RAW's" auch für Unfug - entweder man macht RAW Aufnahmen oder nicht, aber so ein "halbes irgendwie ungenaues RAW" ist nur dafür gemacht, damit man auf die Kamera schreiben kann "Macht 12 Bilder pro Sekunde", weil man 12 ganze RAW's nicht auf die Speicherkarten bekäme.

    Ich halte RAW "Light" für eine Marketing Erfindung :-)


    und vor allem das Canon HEIF als .HIF, also 10 Bit aber nach allen Korrekturen der Kamera und mit geänderter Gammakurve für Spitzlichter (wenn aktiviert), dort bald mit berücksichtigt wird?

    Für .hif habe ich bisher nicht einmal eine Testdatei - hast du da vielleicht etwas zur Hand?


    Bei der Spitzlichtkorrektur ist die Frage, ob die korrigierte Variante ins Bild gespeichert wird oder ob das nur eine "Metainformation" wie .xmp ist.


    Bei 45 Megapixel vom RAW oder HIF auf TIFF 16 Bit für den Import in die Projectsprogramme zu gehen, ist ja von den Dateigrößen her Wahnsinn.

    Ja, das ist leider der Preis für mehr Auflösung - ein 45 Megapixel 16-Bit Tiff hätte pro Bild 270 Megabyte - eine 7er Belichtungsreihe wären also fast 2 Gigabyte.


    Auch mit diesem Problem kämpfe ich schon seit Jahren :-)

    Die meisten unserer User kaufen sich eine neue Kamera und freuen sich über eine doppelte Auflösung, vergessen dabei aber, dass der PC zum Bearbeiten dadurch auch:

    - doppelt so lange rechnen muss

    - eine doppelt so große Festplatte braucht

    - den doppelten Arbeitsspeicher benötigt



    Ich habe die aktuellen RAW Formate aber immer im Auge und schaue einmal wöchentlich auf https://www.libraw.org/blog nach Updates - sobald dort eine Release Version auftaucht werden wir direkt aktiv.

    Der Umbau der Library für projects und Accelerated Vision Produkte benötigt dann noch einmal ca. 1-2 Wochen Arbeitszeit und eine 4 wöchige Testphase :)


    Vg Michael

  • Hallo Michael, Dein neuer Schattenkorrekturfilter ist ja sehr gut gelungen, Gratulation.

    Zu den großen Bilddateien kann man nur sagen, mit 40 Megapixel ins Programm und am Schluss kommt eine Bildgröße für das Internet heraus. Außerdem muss man bei den vielen Pixeln auf die Verwacklung der Kamera achten.

    Viele Pixel sind nicht alles, eine gute Optik bringt meistens mehr Qualität.

  • Hallo Michael,


    ich habe dir mal per Mail die .HIF als HDR-Format analog der 10 Bit HDR Videos zugeschickt. Eine Vergleichsreihe mit den unterschiedlichen Aufnahmefunktionen HDR PQ und Tonwertpriorität Spitzlichter.


    Bisher habe ich ja auch 2x über 20 Megapixel pro 3D-Bild und in seltenen Hi-Res-Sensorshifting-Situationen sind es 2x80. Ich scheide aber bei der HDR-Entwicklung meinen Teilbereich aus, da relativiert sich das wieder. Mit der R5 wird's also nicht mehr, nur die interne Objektivkorrektur und Entrauschung finde ich gut. Mit Blick auf das Canon Dual-Fisheye Objektiv wird wohl die interne Kamerakorrektur und die Weiterkonvertierung am PC Priorität mit dem Canon Tool haben. Ich kenne keinen RAW-Converter mit Korrekturen für 2 circulare 190 Grad Fisheye nebeneinander auf einem Sensor. Deshalb probiere ich mit diesem .HIF Format und der Tonwertpriorität herum. Da habe ich die Kamerakorrekturen und zumindest 10 Bit Farbtiefe. Nur 1EV soll der Spaß aber bringen (retten).


    HDR8 läuft gut mit den 45 Megapixel JPG oder aus den RAW konvertierten JPG. Die Verarbeitung läuft bei mir sehr schnell.


    Viele Grüße

  • Zu den großen Bilddateien kann man nur sagen, mit 40 Megapixel ins Programm und am Schluss kommt eine Bildgröße für das Internet heraus. Außerdem muss man bei den vielen Pixeln auf die Verwacklung der Kamera achten.

    Viele Pixel sind nicht alles, eine gute Optik bringt meistens mehr Qualität.

    Ja, da ist war dran - bei der Canon R5 muss man allerdings sagen, dass die 45 Megapixel hier auch wirklich ankommen.

    Da lohnt sich optisch die große Auflösung auf jeden Fall :-)

    ich habe dir mal per Mail die .HIF als HDR-Format analog der 10 Bit HDR Videos zugeschickt. Eine Vergleichsreihe mit den unterschiedlichen Aufnahmefunktionen HDR PQ und Tonwertpriorität Spitzlichter.

    Super, danke Dir - das schaue ich mir gern an.

    HDR8 läuft gut mit den 45 Megapixel JPG oder aus den RAW konvertierten JPG. Die Verarbeitung läuft bei mir sehr schnell.

    Das freut mich zu hören - ich habe die projects Programme auch alle für bis zu 714 Megapixel gebaut und optimiert - ab 200 Megapixel Bildgröße wird es dann allerdings extrem, was auch Speicherverbrauch angeht :-)


    Vg Michael