Kratzer / Sensorfehler entfernen

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  • Hallo in die Runde,


    hier zwei spontane Fragen, die während der Anwendung der Korrekturfunktion "Sensorfehler entfernen" (hier in Denoise4 pro) bei mir aufgekommen sind:


    1. Kann man aus Denoise exportierte Korrekturbereiche überhaupt in anderen Projects-Anwendungen nutzen?

    2. Gibt es grundsätzliche Empfehlungen, an welcher Stelle in einem Projects-Workflow die Korrekturfunktion "Sensorfehler entfernen" optimal zur Wirkung kommt?


    Hintergrund

    In Denoise4 pro kann ich die gesetzten Korrekturbereiche in eine Datei exportieren bzw. wieder importieren. Diese "Korrekturlandkarte" würde ich gerne auch z.B. in Sharpen3 pro oder HDR8 pro importieren können, um die unterschiedliche Korrekturwirkung an anderen Schritten des Workflows zu prüfen. Diese Export-/Importfunktion einer Korrekturdatei bietet in der Projects-Reihe aber ausschließlich Denoise4 pro - wenn ich nichts übersehen habe.

    Da ich diese Korrektur insbesondere bei Dia-Scans anwende, um mit ganz erfreulichem Erfolg Kratzer, Fusseln und andere Fehler zu retuschieren, geht es mir weniger um 2-3 Sensorflecken, sondern bei den Dias um eine teilweise recht hohe Anzahl von Korrekturpunkten.


    In der Regel wende ich diese Korrekturen zum Ende des Workflows an, insbesondere wenn HDR und Sharpen zum Einsatz kommen.


    Schorschgrüße

  • Hallo Georg,


    mal schauen, ob ich alle Fragen beantworten kann.

    Diese Export-/Importfunktion einer Korrekturdatei bietet in der Projects-Reihe aber ausschließlich Denoise4 pro - wenn ich nichts übersehen habe.

    Die Export-/Importfunktion für Sensorfehlerkorrektur-Bereiche ist eine neue Funktion, deswegen ist diese bisher nur in DENOISE 4 enthalten (ist das neueste Programm in der projects Reihe).


    1. Kann man aus Denoise exportierte Korrekturbereiche überhaupt in anderen Projects-Anwendungen nutzen?

    Bisher nicht (siehe oben - wird aber mit den neuen Versionen der anderen Produkten der Reihe dann funktionieren).

    Für den Export zu anderen Programmen ist es eigentlich auch nicht gemacht, sondern für den Export in eine Datei, damit du die gleichen Sensorfehler nicht erneut bei einem gleichen Bild mit der Kamera noch einmal neu eingeben musst, also eher so:

    - Bild 1 in Denoise 4 einladen, Sensorfehler einstellen und exportieren

    - Bild 2 in Denoise 4 einladen und Sensorfehler importieren

    - usw.


    2. Gibt es grundsätzliche Empfehlungen, an welcher Stelle in einem Projects-Workflow die Korrekturfunktion "Sensorfehler entfernen" optimal zur Wirkung kommt?

    ich würde zwei mögliche Stellen vorschlagen:


    (a)

    Direkt nach der Bildentrauschung, das ist der Moment wo das Bild am "glattesten" ist - also am Ende von DENOISE 4.

    Ein Problem das hier auftreten kann ist, dass du am Ende der Bildbearbeitung merkst, dass doch ein kleiner Rand bei einem Sensorfehler zu sehen ist - möchtest du das beheben musst du zum Anfang der Bildbearbeitung zurück


    (b)

    Ganz am Ende der Bildbearbeitung.

    Hier kann es evtl. etwas schwieriger sein, die Flecken wegzubekommen, weil diese durch Detailverstärkung und Schärfung stärker zu sehen sind.


    Anmerkung:

    Bei einer Belichtungsreihe/Focus Stack/Bewegungssequenz/Noise Stack müsste man dies eigentlich immer in Schritt (a) machen, weil vor der Bildfusion eine Bildausrichtung kommt, die dann auch die Sensorfehler zueinander verschieben kann.


    VG Michael

  • Besten Dank für die schnellen Antworten, Hartmut und Michael - immer wieder toll in diesem Forum!


    Hallo Michael,

    Für den Export zu anderen Programmen ist es eigentlich auch nicht gemacht, sondern für den Export in eine Datei, damit du die gleichen Sensorfehler nicht erneut bei einem gleichen Bild mit der Kamera noch einmal neu eingeben musst, also eher so:

    - Bild 1 in Denoise 4 einladen, Sensorfehler einstellen und exportieren

    - Bild 2 in Denoise 4 einladen und Sensorfehler importieren

    - usw.

    Jetzt ist mir ein Licht aufgegangen! ;) Seine individuelle Sensorlandkarte auf diese Weise stets parat zu haben und in einem anderen Foto nur noch einen neuen optimalen Zielbereich automatisch berechnen zu lassen - eine feine Funktion! Allein diese "Einsicht" war für mich die Frage schon wert... :thumbup:


    Zum Workflow:

    Fehlerbeseitigung zu einem frühen Zeitpunkt leuchtet ein, also in der Regel als letzter Schritt in Denoise.


    Nun hatte ich ja beschrieben, dass ich bisweilen Dia-Scans mit dieser Korrektur von Fehlern befreie.

    Bei Nutzung von HDR8 (hier: HDR aus einem Bild) hatte ich einige Fälle, bei denen in Flächen wie z.B. Himmel eigentlich bereits korrigierte Bereiche wieder sichtbar wurden. Das mögen etwas ausgefallene (und bei mir nur selten genutzte) Presets gewesen sein, die durch starke Effekt-Eingriffe ins Bild ihre eigene Fehlerverrechnung benötigen? Für einen solchen Fall wäre der Import der "Fehlerlandkarte" dann schon ein Gewinn, geht aber halt in HDR8 nicht...

    (Und wirklich "extreme" Presets, die in die Geometrie des Bildes eingreifen (z.B. Wellenverzerrung), brauchen bei Bedarf wahrscheinlich sowieso eine Sonderbehandlung.)

    Bei einer Belichtungsreihe/Focus Stack/Bewegungssequenz/Noise Stack müsste man dies eigentlich immer in Schritt (a) machen, weil vor der Bildfusion eine Bildausrichtung kommt, die dann auch die Sensorfehler zueinander verschieben kann.

    Auch das leuchtet ein. Mit der Exportfunktion von Denoise 4 geht das ja nun auch. :thumbup:

    Gerade bei z.B. Focus Stacks mit vielen Bildern sehr sinnvoll, aber bis Denoise 3 gar nicht verfügbar. Da blieb - falls nötig - eigentlich nur die Korrekturfunktion in Focus. Nach Bildausrichtung evtl. zueinander verschobene Sensorfehler wurden dann eben als als gestackte, summierte Fehler beseitigt.


    Kleine Lästerei am Rande: Diese Funktion in den anderen projects-Produkten "einfach mal" als Update zu realisieren, wäre der Knaller. Aber das Thema mit dem berechtigten Lohn für Entwicklungsarbeiten hatten wir ja schon. Also braucht man die Update-Prüfung bei projects-Programmen weiterhin eigentlich nicht...


    Wahrscheinlich liegt das aber auch daran, dass - nach meinem Eindruck - die "MiPi"-Programme derart sauber programmiert und in ihrer Qualität gesichert sind, dass eben nicht ständig Updates zur verschämten Bug-Beseitigung notwendig sind, sondern die Programme einfach klaglos und fehlerfrei laufen!


    Herzliche
    Schorschgrüße

  • Hallo Georg,


    freut mich, dass ich hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen konnte.

    Die Korrekturbereichs Export/Importfunktion wird natürlich auch in die anderen projects-Programme kommen, aber vermutlich erst mit dem nächsten großen Upgrade.


    Kleine Lästerei am Rande: Diese Funktion in den anderen projects-Produkten "einfach mal" als Update zu realisieren, wäre der Knaller. Aber das Thema mit dem berechtigten Lohn für Entwicklungsarbeiten hatten wir ja schon. Also braucht man die Update-Prüfung bei projects-Programmen weiterhin eigentlich nicht...

    Wenn man bei den heutigen sehr schmalen Zeitplänen ein solches Update realisieren wollen würde, wäre das in der Praxis nur noch mit Abo-Modellen möglich - und ich bin mir ziemlich sicher, dass das hier niemand (mich eingeschlossen) möchte :-)


    Das Problem ist auch nicht eine Version mit der entsprechenden Funktion zu erstellen, sondern den gesamten Testapparat durchlaufen zu lassen:

    - Zertifikate auf sämtliche enthaltene exe Dateien bringen

    - mit sämtlichen Photoshop Versionen seit CS6 und Elements 11 prüfen

    - alle Programmfunktionen unter Windows 8.1 und Windows 10 in unterschiedlichen Rechnerkonfigurationen (AMD und nVidia Grafikkarten, 4GB bis 64GB Arbeitsspeicher, usw)


    Das dauert für eine Masterversion ca. 2 Wochen mit 2 Entwicklern - und leider wäre ein solches Update auf eine Masterversion.

    Schlussendlich stehe ich mir hier auch selbst ein wenig im Weg, da ich niemals eine nicht voll durchgetestete Version nach außen "Entlassen" würde - dadurch sind die Produkte sehr stabil aber eben leider auch "nicht mal eben" mit einem Update zu versehen.


    Und ja, die Updateprüfung ist für zwingend notwendige Updates gedacht - wenn also schwerwiegende Abstürze im Programm enthalten sein sollten.

    Zum Glück hatten wir das in den 11 Jahren, seit ich das für die projects Programme mache, noch nicht.

    Wobei es mal eine Version gab, die man gezielt zum Absturz bringen konnte - war aber nicht leicht und hat auch kein Kunde gefunden ;-)


    VG Michael