Vorschläge für Sharpen #4 pro

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  • Sharpen Pro 3 scheint in den Beispielen mehr Microkontraste herauszuarbeiten, Sharpen Pro 4 arbeitet natürlicher, gleichmäßiger, mehr an der Originalbildstimmung.


    Jetzt ist das aber echt so ne Sache.


    Aus einem großem Abstand betrachtet, "scheint" uns Sharpen Pro 3 ein detailreicheres Bild zu bieten, was uns spontan besser gefällt. Wir mögen es, Details zu erkennen, was auch ein Maßstab für die WERTIGKEIT eines Bildes für uns ist.


    Geht man aber näher heran - und der normale Abstand zu Bildschirm ist kein so großér Abstand - dann fällt die Täuschung auf! Matsch im Original, geschärft, ergibt keine gute und brauchbare Details. Sprich, in MiPis Beispielbildern erhält man mit Sharpen Pro 3 keine Tannennadeln - sondern Microstrukturen, die aus weiter Entfernung zwar Tannennadeln suggerieren - aber je näher man kommt, desto mehr wird das zu einem Mißverhältnis aus geschärftem Irgendwas und fehlenden wirklichen Details.


    Richtig ist, dass bei Schärfung auch der Betrachtungsabstand eine wichtige Rolle spielt - das ist hier also nicht nur einfach Geschmacksache. Wer professionell druckt: da gibt es für die Schärfeparameter eine FORMEL, wo der Betrachtungsabstand die wesentliche Variable ist. Man schärft also auch, und besonders, in Hinblick auf den Betrachtungsabstand, und im Druck schärft man sogar explizit in Hinblick auf den Betrachtungsabstand und berechnet die Schärfung danach.


    Gut wäre natürlich, wenn man so schärfen könnte, dass es bei allen Betrachtungsabständen optimal aussieht. Das ist in absoluter Form unrealistisch - aber man kann das ja immer weiter verbessern, optimieren, annähern, dass der optimale BEREICH immer größer wird, und ich meine, das tut Scharpen Pro 4 durchaus. Das Bild ist zunächst sehr natürlich geschärft. Dann erhält Sharpen Pro 4 ja die virtuellen Microdetails. Diese ergeben mit der natürlicheren Schäfung gewiss eine Erweiterung des optimalen Betrachtungsabstandes - anders als noch das Ergebnis aus Sharpen Pro 3. Das braucht einen "gebührenderen" Abstand.


    Für mich ist da durchaus wieder eine Bereicherung geschafft worden.


    Dann noch ein zweiter Punkt, neben dem Betrachtungsabstand: DIE BILDSTIMMUNG.


    Vergleicht man die Ergebnisse von Sharpen Pro 3 mit Scharpen Pro 4 - dann hat die Schärfung bei Sharpen Pro 3 das Bild stark verändert, durch Kontrastanhebung. Die Schärfung von Sharpen Pro 4 ist dem Original ähnlicher - wobei man bestimmt mehr Gas geben könnte, wenn man wollte. Aber stellt euch ein weiches romantisches Originalbild vor - durch so eine Schärfung würde die ursprüngliche Stimmung zerstört werden - das hatte ich schon oft. Und mich dann gefragt, ob es überhaupt gut war, das Schärfeprogramm genutzt zu haben. Es macht den Eindruck, dass das ich softe, sensible Bildstimmungen mit Scharpen Pro 4 und den virtuellen Microdetails nun endlich besser ausarbeiten kann.


    Bei allem muss man immer wieder bedenken: Schärfung ist immer eine Illusion von mehr Details und Schärfe, und diese Illusion funktioniert in Bezug auf einen Bereich von einem Betrachtungsabstand am Besten, bei anderen Betrachtungsabständen weniger gut.


    Was uns am Schärfen fasziniert, ist die PRÄSENZ, die unser Bild plötzlich bekommt - dieser Eindruck von mehr Realität. Oft muss ich mich aber entscheiden: mehr Präsenz, und sensible Bildstimmung weg, oder mehr Bildstimmung ,und weniger Präsenz und Schärfung. Bei Sharpen Pro 4 sieht es schon so aus, an den gezeigten Beispielen, dass man jetzt mehr originale Bildstimmung mit mehr Präsenz herausarbeiten kann - insbesondere mit den zusätzlichen virtuellen Microdetails.


    Die "Frequenzen" - also grobe Strukturen (niederige Frequenzen) und Microstrukturen (hohe Frequenzen) finde ich in Scharpen Pro 4 viel besser aufeinander abgestimmt als in Sharpen Pro 3. Daran würde ich die neue Qualität messen - nicht nur an einem spontanen Eindruck aus größerer Entfernung. Also: der natürliche Eindruck bei Sharpen Pro 4 entsteht dadurch, dass grobe und feine Strukturen stimmiger aufeinander abgestimmt sind, in einem stimmigeren VERHÄLTNIS zueinander stehen als es bei Sharpen Pro 3 noch der Fall ist, wenn man sich die Bäume oder Masten mal aus näherrer Entfernung anschaut.


    Allgemein kann man vielleicht sagen: die Qualität von Schärfung bestimmt lediglich, wie gut die Illusion funktioniert.Die Illusion funktioniert für uns immer auf einen bstimmten Betrachtungsabstand am Besten. Wenn aus dem Betrachtungsabstand ein größerer Betrachtungsbereich entsteht, hat man etwas verbessert. Aber auch: wie natürlich die Frequenzen der Strukturen aufeinander abgestimmt sind. Mit der neuen Schärfungsmethode und den Körnungs- Microdetailengines scheint mir das der Fall zu sein.


    grüssli merlYnn

  • Hallo merlYnn,


    man merkt, dass du Dich mit diesem Thema sehr stark auseinandergesetzt hast und viel Passagen kann man nicht besser auf den Punkt bringen :-)


    Von der Seite des Entwicklers stehe ich permanent vor der Zwickmühle ein Programm zu erstellen dass auf den ersten Blick sehr beeindruckende Ergebnisse erzeugt oder auf den zweiten Blick möglichst exakte Berechnungen bei hoher Einstellfreiheit erlaubt - ich entscheide mich nach bestem Wissen immer für die zweite Variante, was dann natürlich weniger "Effekthascherei" zur Folge hat.

    Wer im Markt wirklich erfolgreich sein will, müsste eigentlich Programme schreiben die auf den ersten Blick Eindruck schinden, damit bekommt man 90% der Leute eher...


    Wie du richtig erkannt hast, versuche ich in Sharpen #4 eine natürlichere Bildschärfe hinzubekommen, die auch dem zweiten Blick standhält - dabei kann man die Parameter aber auch auf Sharpen #3 Optik "zurückdrehen", in dem die neuen Methoden abschaltbar sind.


    Drei wesentliche Komponenten führen zu dem "feiner geschärften" Ergebnis:

    -> die neue Multi-direktionale Schärfe

    -> neue Oversampling Stufen 3-fach und 5-fach

    -> der Bereichsschutz arbeitet jetzt stärker für glatte Flächen


    Vg Michael

  • Nachtrag zu diesem Punkt:

    Eine der Konsequenzen daraus ist leider, dass man in der Stapelverarbeitung eben nur auf die Voreinstellungen zurückgreifen kann - das ist konzeptionell kaum zu verändern, außer man baut das Programm von Grund auf neu zusammen.

    Ich habe jetzt eine ganze Weile darüber nachgegrübelt und dann ein paar (mehr) Stunden "Stapelverarbeitungsumbau" eingelegt und einen Weg gefunden, wie man in Sharpen #4 die eigenen Schärfeinstellungen vollständig in die Stapelverarbeitung bekommt.


    Dazu zwei Screenshots und die notwendige Schritte kurz erklärt:


    Schritt 1:

    Bild einladen und alle gewünschten Schärfe-Einstellungen machen

    - Schärfe Automatik

    - beliebige Parameter (Regler) anpassen

    - Pro, Pro+, Pro Infinity wählen

    - Multi-direktionale Schärfe Stärke einstellen

    - Oversampling Stufe

    - Bereichsschutz


    Schritt 2: (muss nur 1x gemacht werden)

    - Einstellung öffnen und zu Automatiken wechseln

    - die ersten 5 Punkte deaktivieren, damit nicht mit jedem neu geladenen Bild (egal ob manuell oder per Stapelverarbeitung) alles auf Default gesetzt wird

    (die oberen 3 sind sämtliche Schärfe Einstellungen, die 2 darunter Körnung und virtuelle Mikrodetails)


    Schritt 3:

    - Stapelverarbeitung öffnen

    - Pfade einstellen

    - Schärfeeinstellung auf "Unverändert" lassen, denn wir wollen die vorher eingestellten Werte ja nicht verstellen :-)

    - wenn gewünscht ein Preset auswählen (die Deckkraft aus dem Programm bleibt dabei erhalten für das Preset)

    - Stapelverarbeitung starten


    Jetzt muss ich das "nur noch" final testen, dafür bleibt noch 1 Woche Zeit - normalerweise lasse ich kein Feature in finale Versionen die nicht mindestens 8 Wochen hinter sich haben, aber das muss ich hier wohl mal "per Ausnahme" freigeben ;-)


    VG Michael

  • Das sind ja richtig gute Aussichten auf die neue Version. :) Da such ich mir Einstellungen für feines, klares "VR-Sharpen" raus, was zu meinem Ausgangsmaterial gut passt.


    Ich kann auch gern als Betatester :evil: fungieren , bis die Upgradeversion von Sharpen 3 pro auf 4 pro rauskommt.

  • Hallo Thomas,

    Das sind ja richtig gute Aussichten auf die neue Version. :) Da such ich mir Einstellungen für feines, klares "VR-Sharpen" raus, was zu meinem Ausgangsmaterial gut passt.

    Ich kann auch gern als Betatester :evil: fungieren , bis die Upgradeversion von Sharpen 3 pro auf 4 pro rauskommt.

    für einen Beta Test sind wir leider schon viel zu spät :-)

    Ich finalisiere am Freitag die Texte für die Übersetzung, danach kann ich im Programm nur noch Bugfixes machen...


    Sobald die Version verfügbar ist, können wir da aber gern noch einmal zusammenkommen, aktuell ist der Prozess nicht mehr aufzuhalten, da die Zeiten in den Agenturen (Loka) schon gebucht sind.


    Ich hoffe die Funktion wird stabil laufen, denn ausreichend testen kann ich diese vor den Masterversionen nicht mehr :-)


    VG Michael

  • Huebi123

    Changed the title of the thread from “Vorschläge für Scharpen4” to “Vorschläge für Sharpen #4 pro”.
  • Ein kleiner Nachtrag:

    :/ Details verschwinden, z.B. die Dachziegel und der schwarze Fleck am Auto schräg über dem Rad.

    Ich habe "kurz vor Mastererstellung" den Algorithmus für SHARPEN #4 noch einmal verfeinern können - möchte mir nicht nachsagen lassen, dass hier Details verschwinden *Grins*


    Ich glaube jetzt kann ich ruhig schlafen bzgl. SHARPEN #4 ;-)


    Vg Michael