ferne Objekte

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  • Hallo,


    die Frage geht vorrangig an Michael:

    Ich wandere im Urlaub auf eine Anhöhe, habe dort einen Ausblick auf z.B. vorgelagerte Insel, brauche aber für Fotos eine längere Brennweite 200 bis 300 mm. Eine gewisse Luftunruhe ist vorhanden.


    Inwieweit kann ich mit NEAT durch mehrere Aufnahmen das Ergebnis verbessern?

    RAW-Konverter haben häufig eine Funktion zur Dunstentfernung (bei DxO heißt das ClearView) - wäre eine Bildsequenz durch NEAT geschickt dem überlegen?

    Evtl. mache ich auch Belichtungsreihen, dann also alle Bilder mit -1EV durch NEAT, dann alle mit 0EV durch NEAT, alle mit +1EV durch NEAT und die drei Ergebnisbilder dann in HDR Projects laden?

    Lohnt es sich für die Verarbeitung mit NEAT das Stativ mitzuschleppen? Dann wäre ja die Umrisse der Insel immer exakt an derselben Stelle.


    Gruß

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    damit sprichst du ein seeeeehr kompliziertes Thema an, für das es (zumindest nach meinem Wissensstand) bis heute keine wirkliche Lösung gibt - Luftunruhe und die dadurch verbundene geometrische Krümmung des Lichtes -> Stichwort: Hitzeflimmern.


    Hier eine sehr extrem Variante des Problems zu Veranschaulichtung: (Bild von Google)


    Aber nun zu deiner Frage:

    RAW-Konverter haben häufig eine Funktion zur Dunstentfernung (bei DxO heißt das ClearView) - wäre eine Bildsequenz durch NEAT geschickt dem überlegen?

    Ja, eine Dunsterfernungs-Funktion gibt es auch in NEAT oder HDR (Kategorie FX), aber hierbei handelt es sich nicht wirklich um Dunst.


    Im Bereich der Astrofotografie gibt es für solche Probleme ganz spezielle Software, die Luftflimmern recht gut "entfernen" kann - das wird häufig bei Nah-Aufnahmen vom Mond verwendet, wo die atmosphärischen Störungen schon recht intensiv sind.

    (Die Sternwarten nutzen dann die "adaptive Optik" um diesem Problem zu begegnen - aber ich schweife schon wieder ab...)


    Du kannst zwei Programme nutzen, um hier eine Verbesserung zu erreichen

    (a) NEAT mit Bewegung entfernen

    (b) DENOISE im Noise Stacking mit Störungsentfernung (also Lightframe Stacking)


    In beiden Fällen solltest du pro Motiv eine gute Menge Bilder machen, ich würde 30+ empfehlen - in beiden Fällen ist ein Stativ hier ein "muss"


    Ich bin mir recht sicher, dass du mit Variante (b) DENOISE hier das bessere Ergebnis bekommen wirst im Vergleich zu NEAT, aber auch NEAT kann das Ergebnis im Vergleich zu einer Einzelaufnahme schon verbessern.


    Also vermutlich in einer Reihenfolge etwa so:

    "Profisoftware für Astrobearbeitung" > Denoise #3 > Neat #2 > Einzelbild


    Wenn du da Sequenzen machst, würde mich das Material sehr interessieren - vielleicht kann ich daraus einen "Luftflimmern" Algorithmus für NEAT entwickeln :-)


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    leider habe ich gepfuscht :(

    Bin extra auf einem Berg (ok, die erste Hälfte mit dem Bus) mit Stativ und Kabelauslöser. Kamera auf 1 s Spiegelvorauslösung.


    Die erste Insel war ca. 10 km entfernt, mit dem Auge sieht die Vegetation noch grün aus. Belichtungsreihe mit 5 Bildern und 0,7EV Unterschied. Also 40 x 5 = 200 Bilder


    Die zweite Insel deutlich weiter, sieht eher blau aus. Ebenfalls 40 x 5 Bilder. Keine Luftflimmern, eher diesige Luft.


    Leider habe ich vergessen, die Stabiliserung im Objektiv abzuschalten. So gibt es ständig Verschiebungen seitlich und in der Höhe.


    Gruß

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    Die zweite Insel deutlich weiter, sieht eher blau aus. Ebenfalls 40 x 5 Bilder. Keine Luftflimmern, eher diesige Luft.


    Leider habe ich vergessen, die Stabiliserung im Objektiv abzuschalten. So gibt es ständig Verschiebungen seitlich und in der Höhe.

    wir könnten schauen, ob die Bildausrichtung entweder in NEAT oder im DENOISE Stacking das wieder "aufeinander" bekommt.

    Damit besteht zumindest die Möglichkeit die Daten zu bearbeiten :-)


    VG Michael