Grenzen des Fokusstacking?

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  • Falls es jemanden interessiert:


    Im oberen Preisbereich rangiert der Makroschlitten B150B von ReallyRightStuff. Auf deren Homepage nicht zu finden, der niederländische Händler Photospecialist bietet sie für 469 € an.

    Der Schlitten wird an den schrägen Außenkanten des Unterteils geführt, die Gewindestange befindet sich in der Mitte. Vorschub 1,25 mm je Umdrehung. Als Besonderheit kann man den Schlitten ausklinken und schnell verschieben.


    Von Kirk gibt es den Makroschlitten FR-2. Hier sind es zwei runde Stangen, die oben für den Skalenaufdruck abgeflacht sind, auf den der Schlitten bewegt wird. Bei Photoproshop für 339 €.


    Bei der US-Version von Amazon gibt es einen Makroschlitten LS-001 von Swebo für $179. Besonderheit ist der große Drehknopf mit Skala. Genauigkeit angeblich 0,01 mm. Der Vorschub pro Umdrehung wird nicht angegeben. Selbschmierende Kupferbuchsen, Miniaturkugellager ... wer jetzt im Kopf Versand, Einfuhrumsatzsteur und Zoll hinzuaddiert, wird entäuscht: der Händler versendet nicht nach Deutschland.


    Gilt auch für die ältere Version Swebo LS-18, die $159 kostet. Genauigkeit "nur" 0,04 mm - und das bei einem Vorschub von 4 mm je Umdrehung?

    Einzige Lieferquelle wäre AliExpress mit Preisen von 165 € bzw. 137 €.


    Von Swebo gibt es auch einen nahezu quadratischen Mikrometer-Einstellschlitten, einmal mit 13 mm Einstellweg für 182 €, sowie einen mit 25 mm für 210 € (bei AliExpress).


    Etwas günstiger wird es bei Sunwayfoto mit der Makroschiene MFR150S, die kostet 116 €. Der Schlitten läuft auf einem ArcaSwiss-Schwalbenschwanz, auf einer Seite ist eine größere Kurbel auf die geriffelte Schrauben aufgesteckt. Vorschub auch hier 1,25 mm je Umdrehung.


    Im zweistelligen Bereich landet man mit der Makroschiene von iShoot. Hier wird der Schlitten an schrägen Außenkanten geführt, eine Ausklinkmöglichkeit gibt es ebenso - ja es ist eine Kopie der Makroschiene von RRS für ca. 85 €.


    Von iShoot gibt es auch eine äußerst ungewöhnliche Makroschiene mit der Bezeichnung MR-210, bei der ein Stahlseil über kugelgelagerte Umlenkrollen geführt wird.


    Nicht erwähnt habe ich bisher Novoflex ... es gibt einen Einstellschlitten Castel-Q. Dessen Adapteraufnahme nennt der Hersteller Q-Base, ist zu irgendwas von Arca kompaktibel. Aber 15 mm Vorschub je Umdrehung sind deutlich mehr als bei der Konkurenz. Dazu dann einen Aufsteckknopf Cast-Fine mit Skala anzubieten und als Feintrieb zu bezeichen, ist ein schlechter Witz. Auf den anderen Einstellschlitten Castel-L passt das Teil nicht, erinnert mich an der Wirrwarr bei Manfrotto.



    Daneben bin ich über die Seite https://www.photomacrography.net/ auf ein Video gestoßen, in dem jemand einen Schlitten selbst baut: https://www.youtube.com/watch?v=UHSsmG0JaVg Wesentlicher Bestandteil ist eine "linear translation stage" (lineare Positionierungsbühne, Lineartisch, Positionierungstisch) der Firma Newport. Allerdings bezahlt man für einen neuen M-433 eher 308 € und für den Mikrometerantrieb nochmals 241 €. Das Objetiv, das man im Video kurz sieht, ist ein Laowa 25mm/F2.8 Ultra Macro für Abbildungsmaßstäbe von 2.5:1 bis 5:1.


    Die technischen Daten für so einen Lineartisch:

    Table Size 100x100mm

    Travel stroke ±12.5mm

    Parallelism 50μm

    Moving parallelism 30μm

    Moving straightness 15μm

    Pitching 35"

    Yawing 25"

    Load capacity 147N

    Weight 0.63Kg

  • Genauigkeit angeblich 0,01 mm

    Deinem "angeblich" in diesem Zusammenhang kann ich nur zustimmen. Hinschreiben kann man da viel, läßt sich aber nur mit hohem Aufwand nachprüfen. 0,01 mm kann man eigentlich nur mit einer geeichten Mikrometerschraube messen und selbst das ist nicht ganz ohne. Die "digitalen" Schieblehren zeigen im Display zwar mm auf zwei Stellen nach dem Komma, aber man kann auch digital leicht 10 Stellen nach dem Komma anzeigen, der wahre Messwert ist aber etwas ganz anderes.

  • hre

    Wie hieß es im Studium so schön: "Wer viel misst, misst Mist" ^^


    Es sind auch manchmal die Nutzer, die keine Ahnung haben, was Toleranzen bedeuten. In einem Forum hat sich jemand über sein neu erworbenes Zangenmultimeter ausgelassen. Es zeige bei 1000 mAh Strom einen Wert von 1043 mA an. So was gehe ja gar nicht, weil das seien 4,3% und das Gerät soll eine Genauigkeit soll 2% haben. Und der böse Hersteller schickt ihm das Gerät zurück, weil es keinen Fehler habe. Diese faulen Hunde hätten das Gerät vermutlich gar nicht angesehen. Jener User lege halt Wert auf Genauigkeit ... tja, Messbereich ist 2A und für den Skalenendwert gilt 2% plus 8 Digits ...



    Man sieht auf den Bildern der Swebo LS-001 auf dem Drehring Ziffern von 0 bis 9, jeder Bereich hat 10 Skalenstriche. Falls eine Umdrehung 1 mm Vorschub erzeugt, dann wären es von Strich zu Strich 10 µm. Und bei der günstigeren Swebo LS-18 mit 4 mm Vorschub sind es dann 40 µm Auflösung - aber Auflösung ist nicht Genauigkeit.


    Bei so einer Makroschiene wäre ohnehin die Frage, was ich mit "Genauigkeit 0,01 mm" anfangen soll?

    Das Laowa 25mm/F2.8 Ultramakro soll seine beste Abbildungsleistung bei F4.0 haben. Bei einem Abbildunsmaßstab von 5:1 müsste der Schärfentiefenbereich 36 µm betragen. Das ist dann eher ein Fall für einen Lineartisch mit guter Mikrometerschraube.


    Viel wichtiger ist aber, wie gut der Spindelrundlauf ist und welche Winkelabweichung beim Bewegen der Kamera dadurch entsteht. Darüber schreibt der Anbieter nichts.


    Gruß

    Jürgen

  • @Michael (wenn es Dir wieder besser geht)


    Hartmut hatte sich auch der Stacks angenommen. Daraus ergeben sich für mich einige Fragen:


    1. Harmut hatte die Variante 1 einmal in verkleinerter Bildgröße mitallen Bildern durchlaufen lassen und dann nochmal in voller Größe (aber das erste und letzten Bild fehlten dabei anscheinend). Bei diesem weiteren Durchlauf hat die Beschriftung auf dem Schaltregler deutliche Doppelkonturen.


    2. Ich hatte nebenbei endlich mal im Handbuch zu FocusProjects 4 Prof gestöbert. Diese Icons für Focus Boost sehe ich in meinem Programm nicht.


    3. Üblicherweise wird das FocusStackingVerfahren "kubischer Fehler (MCE)" verwendet. Wenn ich andere Verfahren auswähle, fällt mir folgendes auf:

    a) Das Verfahren "Distanz (Varianz)" erzeugt eine Doppelkontur an der hinteren schmalen Seite des Spindeltrimmers - gut zu erkennen bei 300% Bildgröße.

    b) Bei "Pyramide (MCE)" hat der Spindeltrimmer deutliche Kanten, keine Doppelkotur, aber die Schneidplatte dahinter ist verschwommen und die Rasterlinie breiter.

    c) Bei "Pyramide (MSE)" ist die Schneidplatte deutlicher und die Linie dünner. Dafür verliert die Kante des Spindeltrimmers an Knackigkeit.


    Am bsten gefällt mir "Pyramide (MSE)". Im Hanbuch steht zu "Distanz (Varianz)" etwas von Helligkeitschärfen. Bekommt das Programm Probleme, wenn an silberenen Stelle (Elkos, große Anschlußpin, Beine des Schaltreglers) die Helligkeit durch Reflektion ausreisst?


    Gruß

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    ich will versuchen die Fragen, so gut es geht, "aus der Ferne" zu beantworten.

    1. Harmut hatte die Variante 1 einmal in verkleinerter Bildgröße mitallen Bildern durchlaufen lassen und dann nochmal in voller Größe (aber das erste und letzten Bild fehlten dabei anscheinend). Bei diesem weiteren Durchlauf hat die Beschriftung auf dem Schaltregler deutliche Doppelkonturen.

    Leider kann ich die Bilder von Hartmut nicht sehen und deshalb auch nicht viel dazu sagen - oder habe ich hier einen Link übersehen?


    Was ich nicht nachvollziehen kann, ist dass hier das erste und letzte Bild fehlen - das ist ein Effekt von dem ich zum ersten Mal höre.

    Wenn ich die Variante 2 einladen, habe ich als

    - Bild 1: IMG_8778.jpg

    - Bild 130: IMG_8907.jpg

    (man braucht übrigens 27GB Arbeitsspeicher um diesen Stack einladen zu können)


    Wenn nun aufgrund von Speichermangel das Programm die Bilder verkleinern muss (oder aber die Sequenz reduziert - diese Auswahl könnte bei Hartmut zum "Fehlen" von Bildern geführt haben), dann wird sich diese Veränderung auch auf die Bildausrichtung auswirken - das kann dabei positiv oder negativ sein, ist nicht vorhersagbar.

    2. Ich hatte nebenbei endlich mal im Handbuch zu FocusProjects 4 Prof gestöbert. Diese Icons für Focus Boost sehe ich in meinem Programm nicht.

    Ich habe mal einen Screenshot gemacht, wie man diese Buttons erreicht:

    3. Üblicherweise wird das FocusStackingVerfahren "kubischer Fehler (MCE)" verwendet. Wenn ich andere Verfahren auswähle, fällt mir folgendes auf:

    a) Das Verfahren "Distanz (Varianz)" erzeugt eine Doppelkontur an der hinteren schmalen Seite des Spindeltrimmers - gut zu erkennen bei 300% Bildgröße.

    b) Bei "Pyramide (MCE)" hat der Spindeltrimmer deutliche Kanten, keine Doppelkotur, aber die Schneidplatte dahinter ist verschwommen und die Rasterlinie breiter.

    c) Bei "Pyramide (MSE)" ist die Schneidplatte deutlicher und die Linie dünner. Dafür verliert die Kante des Spindeltrimmers an Knackigkeit.

    Hier geht es ans Eingemachte :-)

    Die Algorithmen versuchen die Schärfe eines Pixel zu ermitteln, dazu wird als Basis entweder mit der Luminanz gearbeitet (Helligkeit) oder der Farbe (also der Helligkeit pro Kanal R,G,B).


    Diese Basis wird dann durch eine Formel mit der Umgebung verrechnet und so ergibt sich die Schärfe pro Bildpunkt - den Radius dieser "Umgebung" kann man im Algorithmus unter "Radius ### px" einstellen.


    (a) Die Varianz, oder auch mittlere quadratische Abweichung, errechnet dabei die Pixelschärfe aus der Summe der quadratischen Abweichungen der Helligkeit zur durchschnittlichen Helligkeit des Bereiches


    (b) Das MCE Verfahren (Mean Cubic Error) nutzt die Summe der kubischen (hoch 3) Helligkeits-Abweichungen zum mittleren Pixel des Bereiches (nicht dem Durchschnitt). Dies wird Pyramide Verfahren nun noch mit allen Ebenen einer Gauß-Pyramide gemacht und am Schluss durch die Ebenen gemittelt.


    (c) Das MSE Verfahren ist wie in (b) nur mit den quadratischen Abweichungen (hoch 2)


    Dass nun diese 3 Verfahren bei dem Teststacks unterschiedliche Resultate liefern ist also vermutlich klar, weil es unterschiedliche Formeln sind.


    Was man hier leider nicht daraus schließen kann, ist dass ein Verfahren einem selbst "am Besten" gefällt, denn das kann bei einem neuen Stack völlig anders sein - das Verhalten ist hier nicht verhersehbar.

    Sprich man sollte bei jedem Stack in voller Auflösung durch die Algorithmen gehen und schauen welche das für den eigenen Geschmack beste Grundergebnis liefert und bei diesem Algorithmus die Feinabstimmung machen.


    Womit Focus-Stacking Verfahren aber ganz generell Probleme haben, sind glatte Flächen ohne Kontrast - denn wie soll man unterschiedliche Schärfen in den einzelnen Bildern errechnen, wenn ein bestimmter Bereich in jedem Bild "glatt" ist.


    Am bsten gefällt mir "Pyramide (MSE)". Im Hanbuch steht zu "Distanz (Varianz)" etwas von Helligkeitschärfen. Bekommt das Programm Probleme, wenn an silberenen Stelle (Elkos, große Anschlußpin, Beine des Schaltreglers) die Helligkeit durch Reflektion ausreisst?

    Wenn ducrh die Reflektion eine einfarbige Fläche entsteht, dann kommt es genau zu dem Problem, dass ich oben beschrieben habe - in diesem Fall ist an dieser Stelle einfach keine Detailstruktur vorhanden und insofern kann hier auch kein "Schärfes Bild" ermittelt werden.

    Was hier helfen kann, ist evtl. im RAW Modul die "Spitzlichter zu retten" (was übrigens bei 130Bilder zu 18 Megapixel schon etwas dauern kann - läuft gerade bei mir ;-) ) oder aber den Radius des Algorithmus zu erhöhen, so dass dieser größer ist als der Radius des glatten Bereiches.

    Im Gegenzug sollte man dann die Glättung reduzieren, um die Gewichtsbilder hier nicht wieder "glatt zu schmieren".


    Man merkt, dass Focus Stacking eine sehr komplexe Algorithmik enthält, die vor allem und leider kaum vorhersehbar ist.


    Ich hoffe ich komme morgen dazu, ein kleines Video zu deinen Stacks zu machen :-)


    VG Michael

  • @Michael

    Hartmut hatte die Bildsequenz für Variante 1 eingeladen und vermutlich - lt. des Dateinamens, den FocusProjects vergibt - in einem Fall die Bilder 8809 und 8988 weggelassen. Mir ist es auch rätselhaft, vielleicht ist etwas anderes bei der Verarbeitung schief gelaufen. Auf meinem PC mit ausreichend Speicher und Ladezeiten von ca. 1,5 min kann ich das Problem nicht nachvollziehen.


    27 GB bei der Variante 2 - ist ja gut, dass ich in meinem PC gleich 64 GB eingebaut habe ^^

    Die 27 GB beziehen sich auf auf die unkomprimierten Bildgröße H x V Pixel x 24bit?

    Aber im Urlaub auf dem Notebook mit 8 GB geht nichts ... wie reagiert Focus Projects, wenn der Speicher nicht reicht? Fehlermeldung und Abbruch?


    Da ich eher die Makroschiene testen wollte, waren mir Spitzlichter egal. Ich hatte nur JPEGs fotografiert. Im normalen Leben würde ich das natürlich niiiieeeeeeee machen! Die JPEGs der Nikon D500 haben ca. 11 MB, die RAWs 25 MB. Bei der Nikon D750 sind es 14 und 27 MB. Wenn ich in DxO ein RAW entwickle und als 16bit TIFF speichere, werden aus einem RAW dann 130 MB8|


    Glatte Flächen haben wenig bis gar keine Struktur. Aber selbst ein verchromter und polierter Metallwürfel hat Kanten. Wie groß darf eine einfarbige strukturlose Fläche sein, damit sie das Stacking nicht stört? Kleiner als der eingestellte Radius? Den kann ich von 0 bis 100 Pixel einstellen. Sehe keinen wirklichen Unterschied. Aber die Gewichtungsfunktionen ändern sich deutlich, bei den Bilder in der Mitte der Sequenz nehmen weiße Bereiche zu.

    Und wie sieht es mit dem Hintergrund aus? In der Produktfotografie nimmt man extra weiße Hintergründe, die nicht vom fotografierten Gegenstand ablenken.


    Gruß

    Jürgen

  • Hallo Allerseits,


    einige Gedanken zu den Focus Stacking Verfahren

    Mit meiner Lumix 1000 II nutze ich den Bracketing Focus. (Schritt +2, 25 Aufnahmen und Sequenz 0/-/+).

    Einen Apfel legte ich auf unseren Küchentisch,postierte die Kamera,stellte die Parameter ein und löste sie aus.

    Danach verarbeitete ich diese 25 Aufnahmen mit Focus 4 proj..

    Danach noch ein schelmisches Gesicht als Composing.

    So gelangte ich schnell und unkompliziert zu einem Bild.


    VG Fred

  • Hallo Jürgen,


    ich habe es geschafft ein kleines Video zu den beiden Varianten zu machen - sind fast 30 Minuten geworden ;-)

    Download hier:
    https://sf.independent-arts-so…465169cdaac410582cf/?dl=1

    Die 27 GB beziehen sich auf auf die unkomprimierten Bildgröße H x V Pixel x 24bit?

    Nein, das ist der gesamte notwendige Speicherverbrauch bei 130 Bilder x Breite x Höhe x 3(rgb) x 2(16Bit pro Pixel) + manuelle Gewichtungsmaps (H x V x2) + algorithmische Gewichtungsmaps (H x V x 2) + Extra Speicher für die Bildausrichtung, usw.


    Die gesamte Berechnung auch im Focus Stacking wird auf Basis von 16-Bit Bildern gemacht, damit man direkt RAW Bilder stacken kann und maximale Genauigkeit erhält. Innerhalb der Focus Fusion wird dann mit 64-Bit gerechnet (pro Pixel und Farbkanal) und das Ergebnis wird als 32-Bit Focus Stacking Bild im Speicher behandelt.

    Aber im Urlaub auf dem Notebook mit 8 GB geht nichts ... wie reagiert Focus Projects, wenn der Speicher nicht reicht? Fehlermeldung und Abbruch?

    Wenn der Arbeitsspeicher nicht ausreicht (wird automatisch ermittelt) kommt dieses Auswahlfenster:


    VG Michael

  • Man glaubt es nicht ...


    Man findet Lineartische in Größen von 40 bis 100 mm bei eBay und Amazon. Meistens von chinesischen Anbietern. Hinter der Bezeichnung SEMX steckt die Firma SF Technology aus China. Die Größe 100x100 mm kostet normalerweise 60 bis 100 €. Ein Angebot lautete auf 37,40 € und dann aus Deutschland (und nicht aus China).



    Die Mikrometerschraube ist auch dabei.


    Ein Test muss noch warten. Die Sacklöcher mit M4 Gewinde auf der Oberseite haben einen Abstand von jeweils 25 mm - das passt nicht zu den typischen ArcaSwiss-Adapterplatten.

  • Hat Euch das Video eigentlich irgendwie weitergeholfen? :-)


    VG Michael

    Wo ist der Smiley, der rot anläuft, weil er sich schämt?


    Hallo Michael,


    ich muss zur meiner Schande sagen: ich schaue mir das Video gerade eben erst an, also sonntags ausgeschlafen und trinke einen Kaffee dabei.


    1. Focus Boost - ist das immer aktiviert? Das ist auf jeden Fall ein Fall von wäre ich von allein nicht drauf gekommen, das mal zu deaktivieren. Klar wird es unschärfer, aber ich habe ja auch SharpenProjects.


    2. Glättung reduzieren (aber nicht auf Null), auch ein guter Hinweis. Und mit dem Radius experimentieren


    3. Im Bildsequenzplayer sehe ich die Einzelbilder nicht mehr als Original, sondern so, wie FocusProjects sie ausgerichtet hat?



    Bei Variante 1 habe ich mit der Makroschiene gearbeitet. Da die nicht wirklich perfekt ist und ich auch nicht perfekt immer eine halbe Umdrehung weiter gestellt habe, ist die Distanz nicht homogen und halt Verwacklungen nach links und rechts.


    Bei Variante 2 wird die Kamera im Liveview-Modus mit qDSLRDashboard gesteuert. Wenn ich da Anfangs- und Endpunkt richtig erwischt habe (man kann den AF leider nur bei einem der beiden Punkte einsetzen) dann kann es keine seitlichen Verwaclungen geben (es sei denn, der Untergrund ist nicht stabil) und die Distanz von Bild zu Bild sollte sehr gleichmäßig sein.


    Ach ja: die Lampen sind nicht flimmerfrei!

    Bei einer Glühbirne wäre das Licht konstant, weil die Glühwendel träge ist und die 100 Hz positive/negative Halbwelle des Wechselstromes nicht mitmacht. Bei Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren hängt es von der Nachleuchtdauer des Phosphors an der Glasinnenseite ab, wie konstant deren Licht ist. Und bei LED-Lampen wäre es mit einem ordentlichen Konstantstromregler zwar möglich, ein perfektes Licht zu erzeugen, aber bei vielen Lampen ist da einfach ein Brückengleichrichter und ein kleiner Glättungselko :( Man hat also ein 100Hz-Flimmern, dass viele Menschen nicht wahrnehmen. Wenn man beim Smartphone die Kamera einschaltet, sieht man das i.a. deutlich! Belichtungszeit 1/60 s ist da natürlich max. blöd - hätte ich heller belichtet, wäre der Effekt vermutlich weg gewesen.


    Zusätzlich war die Variante 2 im Wohnzimmer mit Mischlicht, für Variante 1 bin ich dann in den Flur gegangen, weil dort Steinboden und nicht Laminat vorhanden ist. Daher auch die unterschiedliche Perspektive. Ich werde das bei Gelegenheit unter gleichen Bedingungen wiederholen.


    Danke für die viele Tipps!

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    1. Focus Boost - ist das immer aktiviert? Das ist auf jeden Fall ein Fall von wäre ich von allein nicht drauf gekommen, das mal zu deaktivieren. Klar wird es unschärfer, aber ich habe ja auch SharpenProjects.

    Focus Boost² ist immer per default aktiv und kann von hier abgeschaltet oder auch noch stärker eingeschaltet werden.


    Bei Verwackelten Aufnahmen macht es durchaus Sinn, diese Optopn zu deaktivieren, da ein Algorithmus grundsätzlich davon ausgehen muss, dass die zugrunde liegenden Bilder "optimal" aufgenommen werden.´

    Das ist bei einem Focus Stack natürlich in der Realität fast nicht möglich - leichte LLichtschwankungen gibt es immer (Dafür ist per Default auch eine Belichtungskorrektur aktiv in der Bildvorbereitung) aber Richtungslicht auf bestimmten Oberfächen ist nicht ausgleichbar - nur globale Beleuchtung kann man weitgehend ausgleichen.

    (Dazu gehört auch das Frequenzflimmern sofern es das gesamte Motiv gleichmäßig beleuchtet)

    3. Im Bildsequenzplayer sehe ich die Einzelbilder nicht mehr als Original, sondern so, wie FocusProjects sie ausgerichtet hat?

    Ja, genau richtig - im Sequenzplayer siehst du die eingeladenen und durch die Bildvorbereitung veränderten Bilder.

    Wenn du in der Bildvorbereitung alles abschaltest, kommen hier genau die Originalbilder zur Ansicht.


    Vg Michael

  • Wieder nicht halofrei ... ;(


    Ich habe beide Versionen nochmals erstellt. Neben den beiden Energiesparlampenhabe ich eine dritte kurz hinter der Kamera positioniert, damit das Licht in einem flachen Winkel auf die schwarzen Bauteile der Platine fällt.


    Nikon D750 mit Tokina 100mm/2.8 Macro. ISO50, F5.6, -1/3EV, ca. 1/6s Belichtungszeit.

    Die Bilder heller belichtet, Beim linken Elko war der rechte vordere Rand überbelichtet, bei der vorderen Schraubklemme die linke Schraube. Habe in DxO die Spitzlichter deutlich heruntergezogen, dann aber nur als 8bit JPEG entwickelt. Sonst wird meine Festplatte zu voll.


    Eine Frage vorab:


    Wenn das so aussieht, dann ist keine Focus-Boost-Methode aktiviert?



    Variante 1

    Diesmal habe ich auch "von vorne nach hinten" gearbeitet. Da die Schiene vorn nach unten zeigt, bedeutet das, dass mit jeder Teilumdrehung die Kamera ein Stück tiefer ruscht, quasi im Übereinstimmung mit der Schwerkraft. Diesmal keine seitlichen Verwacklungen - treten die nur auf, wenn man in der anderen Richtung arbeitet und mehr Kraft aufwenden muss?


    Neben einer halben Umdrehung zwischen zwei Bildern habe ich es auch mit Viertelumdrehungen versucht. Aber da habe ich vorne nicht alles erwischt, die Schraubklemme ist nur unten scharf ... shit happens. Also Stacken der Version mit halben Umdrehungen ...


    Ohne FocusBoost ist das Halo am hinteren Elko geringer. Aber die Perspektive stimmt nicht wirklich mit der von der Variante 2 überein. Also doch die Bildserie mit viertel Umdrehungen ...




    Variante 2
    Die Schiene habe ich in mittlerer Position unter der Kamera belassen. Sie gegen eine feste Langschine auszutauschen, hätte die Perspektive wieder geändert.

    Ich hatte den Bereich vorsichtshalber größer als notwendig gemacht und dann auf 86 Bilder reduziert, bevor ich die Bilder in FocusProjects geladen habe. Focus Boost habe ich ausgeschaltet, führte zu einer Doppelkontur an der hinteren Schraubklemme. Mit dem Radius habe ich herumgespielt, bei geringen Werten wird die eine Stelle besser, bei hohen Werten andere Stellen. Am Ende bin ich auch bei "kubischer Fehler" geblieben, andere Verfahren habe ebenfalls hier und da Vor- und Nachteile.



    Gruß

    Jürgen

  • Hallo;

    ich verfolge diese Diskussionen nun schon eine ganze Weile. Auch ich habe mich an Focus-Stacking versucht,

    allerdings mit weniger Aufwand.

    Nun möchte ich gerne dem Fotofreund Fred - Lebensfreude - zur Seite treten und ebenfalls ein Foto nach " Funny-Stacking -Art ", wie es

    hier bezeichnet wurde, einstellen. Ebenfalls, wie Fred, mit der Lumix FZ 1000M2 mit der Focus-Bracketing-Funktion erstellt und anschließend die

    20 gemachten Aufnahmen mit Focus 4 Prof. entwickelt.


    Gruß

    Distel

  • Hallo Jürgen,

    Wieder nicht halofrei ... ;(

    naja, ein Halofreies Focus Stacking Bild ist schon rein physikalisch fast unmöglich - siehe die "vordere und hintere Schärfegrenze" in dem Webinarvideo.

    Das hängt am Ende nur noch von der Perspektive auf das Motiv ab.

    Wenn das so aussieht, dann ist keine Focus-Boost-Methode aktiviert?

    Ja, richtig - die ersten 3 Buttons sind "Focus Boost", der letzte Button ist eine spezielle Schärfung für Focus Stacks die man zuschalten kann.


    Hier ist mir aufgefallen, dass die Icons auf dem hellen Interface schlecht zu sehen sind, das werde ich mal korrigieren und mit der nächsten Version beheben.

    Diesmal keine seitlichen Verwacklungen - treten die nur auf, wenn man in der anderen Richtung arbeitet und mehr Kraft aufwenden muss?

    Seitliche Verschiebungen (links, rechts, oben, unten) können durch viele Faktoren auftreten:

    - die Schiene fährt nicht im rechten Winkel (orthogonal) auf das Motiv zu, dann kommt es zu seitlichem Versatz

    - ein LKW/Bus fährt draussen vorbei und es kommt zu Erschütterungen (als ich noch in Kiel wohnte konnte ich beim Focus Stacking später in den Bildern sehen, wenn draußen ein Bus vorbeifuhr)

    - die Kamera wird berührt

    - die Kamera verrutscht leicht, weil diese vielleicht nicht 100% festgezogen ist

    - ...


    All diese kleinen Störungen können passieren und sind auch direkt sichtbar, weil wir ja im Nahbereich auf Zehntel Millimeter (oder weniger) arbeiten.

    Ich hatte den Bereich vorsichtshalber größer als notwendig gemacht und dann auf 86 Bilder reduziert, bevor ich die Bilder in FocusProjects geladen habe. Focus Boost habe ich ausgeschaltet, führte zu einer Doppelkontur an der hinteren Schraubklemme. Mit dem Radius habe ich herumgespielt, bei geringen Werten wird die eine Stelle besser, bei hohen Werten andere Stellen. Am Ende bin ich auch bei "kubischer Fehler" geblieben, andere Verfahren habe ebenfalls hier und da Vor- und Nachteile.

    Das ist was ich sagen wollte - jedes Verfahren wirkt an der einen Stelle besser und an der anderen Stelle schlechter.

    Leider ist mir bis her noch kein Algorithmus untergekommen, der das "überall optimal" berechnet.


    Aber vielleicht hilft diese Idee weiter, zum Beispiel:

    - Ein Bild mit Focus Boost speichern

    - Ein Bild mit "kubischem Fehler" speichern

    - Ein Bild mit hohem Radius speichern

    - Ein Bild mit niedrigem Radius speichern


    Diese 4 Ebenen ins Composing im Selektiven Zeichnen einladen und mit dem Bild im Programm (auf Standardeinstellungen) an den jeweils scharfen Stellen einzeichnen.

    Das wäre dann "manuelles Focus Boost" :-)


    VG Michael

  • Hallo Distel,

    Nun möchte ich gerne dem Fotofreund Fred - Lebensfreude - zur Seite treten und ebenfalls ein Foto nach " Funny-Stacking -Art ", wie es

    hier bezeichnet wurde, einstellen. Ebenfalls, wie Fred, mit der Lumix FZ 1000M2 mit der Focus-Bracketing-Funktion erstellt und anschließend die

    20 gemachten Aufnahmen mit Focus 4 Prof. entwickelt.

    das Ergebnis sieht sehr gut aus!


    Ein paar kleine Stellen sind vorhanden, an denen man evtl. noch verbessern könnte:

    - rechts vorn die Schrift hat einen leichten Dopplereffekt

    - links hinten sind die kleinen Bauteile noch unscharf (evtl. fehlen hier ein paar Bilder nach hinten)


    Gibt es die Möglichkeit auch diesen Focus Stack zum Ausprobieren zu bekommen? Ich würde gerne einmal schauen, was man hier noch herausholen kann :-)


    VG Michael

  • @Jürgen

    Danke Jürgen;

    die Sache mit der Hohlkehle ist mir bekannt, die ist in meinem kleinen "Fotostudio" auch vorhanden.

    Dieses Foto entstand aus einer Dokumentation, die ich für Jürgen-Lebensfreude- gemacht habe.

    Da ging es nur um das Procedere der Herstellung verschiedener Reihen, nicht um die Darstellung

    eines Objektes.

    VG Distel

    @ Michael

    Ich werde versuchen, die Reihe in die Wolke zustellen. Näheres teile ich Dir dann per Mail mit.

    VG Ditmar

  • Leider ist die Forensoftware nicht in der Lage, einen Text in mehrere Teilquotes aufzuspalten :(


    Hallo Michael,


    das ist ein Teil des Lernprozesses, dass nicht nur ein zu schnelles Vorgehen (mit unscharfen Bereichen zwischen den Einzelbildern), sondern auch einfarbige oder dunkle Flächen zu einem "kann nichts scharfes erkennen" seitens des Programmes führen können.


    Bei mir fahren keine Busse vor dem Haus vorbei.

    Es ist die Makroschiene, deren Präzision zu wünschen übrig lässt. Das zu große Spiel (hier ca. 0,5 mm) führt je nach Anwendungsfall zu seitlichem Verdrehen des Schlittens auf der Spindel.


    Was ich mir vorstellen könnte:

    In einer Art Batchlauf mehrere Stackingverfahren durchlaufen zu lassen und dann in Ruhe Teile der Einzelbilder nebeneinander vergleichen.

    Ich hatte auch mal 3 Stackingergebisse nochmals in FocusProjects geladen nach dem Motto "such Dir doch aus jedem den schärfsten Teil heraus", hat aber nicht zu einem Aha-Effekt geführt. An das selektive Zeichnen hatte ich dem Moment nicht gedacht.


    Gruß

    Jürgen