Grenzen des Fokusstacking?

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  • Ich hatte eine Makroschiene Mengs W-160 bestellt, gestern erhalten und wollte damit Fokusstacking ausprobieren. Produktbilder von der Schiene lasse ich jetzt, die findet man unter der Bezeichnung bei Amazon, eBay usw.


    Im Gegensatz zu den billigen Kreuztischen mit einem Zahnantrieb wird bei der Mengs W-160 eine Gewindespindel gedreht und dadurch eine quadratische Platte mit ArcaSwiss-Schwalbenschwanz von 38x38 mm verschoben - je Umdrehung um einen Millimeter.


    Eine kurze Überprüfung mittels Schärfetiefenrechner zeigt, dass bei 100mm Brennweite, Abbildungsmaßstab 1:1 und Blende F8.0 der Schärfentiefebereich 0,6 mm bei APS-C beträgt. Wenn man die Antriebsschraube nach jedem Bild um 180 Grad dreht - also 0,5 mm Vorschub - sollte ein wenig Überlappung zwischen den Bildern sein.


    Von einer Makroschiene für 30 € kann man wohl kaum die Präzision wie bei den Produkten von Novoflex erwarten, deren Preise von 120 € bis 1700 € reichen. Zu bemängeln an der Mengs W-160 sind:

    1. Wechselt man die Drehrichtung, so hat man etwas weniger als eine Viertel Umdrehung Totgang. Nicht so tragisch, da man Kamera und Objektiv für die Aufnahmen nur in eine Richtung bewegt.

    2. Die ArcaSwiss-Platte auf den Unterseite hat ein Spiel von ca. 0,2 mm in Längsrichtung. Auch irrelevant.

    3. Die Wellenaufhängungen haben in den Buchsen ein seitliches Spiel von 0,3 bzw. 0,5 mm.

    4. Beim Drehen weist die Welle eine seitliche Exentrizität von 0,5 mm auf.

    Welche Auswirkungen die Punkte 3 und 4 auf die Aufnahmen haben, soll der Test zeigen.



    Noch einige Worte zu den Blendenangaben:

    Mein Tokina 100mm/F2.8 AT-X Pro Macro ist noch von alter Bauart, bei der der Tubus relativ weit herausfährt. Also keine Innenfokusssierung, bei der die Länge sich nicht ändert und dafür die Brennweite im Nahbereich deutlich reduziert wird.


    Steht der Entfernungring auf unendlich, hat man als Offenblende F2.8. Je weiter man in Richtung Nahgrenze geht, desto größer ist die "Auszugsverlängerung". Bei Abbildungsmaßstab 1:1 hat man einen "Verlängerungsfaktor" von 4 - den musste man früher bei einer manuellen Belichtung durch eine 4fache Zeit berücksichtigen. Heutzutage macht das die Kamera; meine Nikon D500 und D750 zeigen im Schulterdisplay F5.6 an.


    Hat man dagegen bei Entfernungsring auf unendlich die Blende auf F5.6 oder F8.0 geschlossen, ändert sich bei der Naheinstellungsgrenze nichts. Jetzt wird die Blende also nicht mit dem Verlängerungsfaktor umgerechnet.


    Die kleinste Blende des Objektives ist F32 (bei Entfernungsring auf 'unendlich' ). Auch daran ändert sich im Schulterdisplay nichts. Dreht man aber den vorderen Einstellring der Kamera, geht die Anzeige im Schulterdisplay von F25 bis F64.



    Meine Stackingversuche habe ich in der warmen, wind- und regenfreien Wohnung gemacht. Als Testobjekt musste ein sog. Step-Down-Konverter herhalten. Die Platine hat eine Abmessung von 55 x28 mm. Durch einen Kamerawechsel, einer Menge Frust und erneutem Test hat sich die Reihenfolge geändert ...

  • Kurzer Verweis auf einen andere Thread: https://projectsforum.de/neu/wbb/index.php?thread/644-vorgehen-bei-stacking-aufnahmen/


    2. Fokusstacking nach Variante 2

    Ich habe bei dem Fokusstack mit qDSLRDashboard 130 Aufnahmen eingestellt. Die "Schrittweite" beträgt dann 12 - was immer das genau heißen mag. Laut dem Handbuch sind Werte unter 10 sinnlos, weil eine Nikon nicht feiner fokussieren kann.


    Zwischen dem vordersten und dem hintersten Fokuspunkt der Reihe liegen lt. Entfernungsring des Objetives ca. 50 mm. Großzügig auf 65 mm aufgerundet, damit es sich einfacher rechnet liegt dann zwischen jeder der 130 Aufnahmen eine Differenz von max. 0,5 mm.


    Mit dem Ergebnis bin ich grundsätzlich zufrieden, im Detail aber nicht.

    Für den Test habe ich mein altes Velbon-Carbonstativ herausgeholt, das wiegt 3 kg und einen Getriebeneiger verwendet. Bei der Nikon D500 war die Spiegelvorauslösung mit 1s eingestellt.


    So sieht das verkleinerte Ergebnis aus:


    Der schmale blaue Kasten ist ein Spindeltrimmer, um die Aussgangsspannung einzustellen. Rechts daneben mit der Aufschrift "470" ist eine Spule. Vor beiden sieht man 5 gebogene Anschlussbeine, die zum Schaltregler-IC gehören. Rechts davor mit der Aufschrift "SS34" ist eine Schottkydiode. Der kleine braune Klecks ist ein Keramikkondensator und die beiden silberfarbenen Zylinder sind Elektrolytkondensatoren (kurz: Elkos) zur Glättung von Ein- und Ausgangsspannung. Der Baustein liegt auf einer grünen Schneidplatte mit 1 cm Raster.



    Wenn ich mit IrfanView durch die Bilderreihe gehe, fällt mir keine seitliche Verschiebung auf. Von letzten Bild wieder zum ersten sieht man aber den Unterschied. Beim letzten Bild ist die Entfernung zum Fokusbild größer, der Abbildungsmaßstab kleiner und das fotografierte Objekt ebenfalls kleiner. FocusProjects muss also die hinteren Bilder größer zoomen.


    GIF-Animation zwischen ersten Bild (Vorderbereich scharf) und letzem Bild (Hinterbereich scharf)


    Hier auch noch ein Einzelfoto mit F45 lt. EXIF-Daten. Der Schärfentiefenbereich ist zwar ausreichend groß, aber durch Beugung ist die Schärfe geringer als mit F8. Ich habe es in SharpenPro 3 mit

    - Verwacklungskorrektur

    - feine Korrektur

    - 2fach Oversampling

    - ProPlus

    - glatte Bereiche maximal schützen

    verarbeitet.



    An der Unschärfeverteilung/PSF sieht man, dass SharpenPro noch einiges herausholen konnte:



    Und hier der komplette Vergleich:


    - Links das Einzelbild mit F45 fotografiert.

    - Daneben dasselbe Bild nach der Optimierung durch Sharpen3 (nur Verwacklung, mit mehr Kontrast würde es wohl noch "knackiger" aussehen)

    - Ein Einzelbild aus der Reihe mit F8, bei dem der Fokus auf dem Spindeltrimmer liegt.

    - Das Ergbenis des Fokusstacking.


    Vor Beginn der Bildsequenz musste ich die Lichtquelle austauschen, da die vorherige Beleuchtung in qDSLRDashboard ein extremen Flackern verursacht hatte. Daher stimmen Reflektionen und Kontrast nicht überein :(


    Nun aus dem Stackingergebnis noch drei Ausschnitte, die Bereiche mit Unschärfe zeigen:


    Ausschnitt 1

    Direkt hinter dem Elko ist die Schnittmatte verschwommen, obwohl links und rechts in gleicher Distanz die Schärfe besser ist.


    Ausschnitt 2

    Auch um den Spindeltrimmer herum Unschärfe


    Ausschnitt 3

    Das gleiche Problem hier.


    @Michael: in einem anderen Thread hattest Du geschrieben, dass solche Unschärfe-Halos entstehen, wenn in keinem Bild der Sequenz ein Bereich scharf ist? Das dürfte hier nicht sein, sonst wäre weiter links und rechts auch ein unscharfer Streifen oder?


    Wie stark müssen sich die Schärfentiefebereich der einzelnen Bilder überschneiden?


    Gruß

    Jürgen

  • Nochmals kurzer Verweis auf einen andere Thread: Vorgehen bei Stacking Aufnahmen


    1. Fokusstacking nach Variante 1


    Nun also der Test der kürzlich erworbenen Makroschiene. Ich bin extra in ein anderes Zimmer im Steinfußboden umgezogen, damit das Stativ einen stabileren Stand als auf dem Laminat im Wohnzimmer hat.


    Bringt nichts - also in dem Sinne, dass von Bild zu Bild seitliche Verschiebungen vorhanden sind. Ich hatte weiterhin auf dem Drehrad eine Markierung angebracht, damit ich jeweils eine halbe Umdrehung machen kann, ohne auf die seitliche Skala zu schauen. Kabelauslöser, Spiegelvorlauf 2 s.


    Bei diesem Stack aus 78 Bildern ist der Abbildungsmaßstab etwa 1:3, Aufnahmeentfernung lt. Objektiv ca. 42 cm. Trotz der seitlichen Verwacklungen ist das Ergebnis erstaunlich gut:



    Ein Fokusstack nach Variante 1 erfordert mehr Vorbereitung. Relativ zum Objektiv wandert das Objekt samt Hintergrund auf die Kamera zu bzw. weg. Der Bildausschnitt muss so gewählt werden, dass weder vorne noch hinten etwas abgeschnitten wird.


    Auch hier am Spindeltrimmer so ein Unschärfehalo, aber weniger stark:



    Und eine Unschärfe an der rechten Seite der Spule:



    Insgesamt - trotz der mechanischen Probleme der Makroschiene - ein Ergebnis mit weniger Mängeln als bei der Variante 2.



    Ich habe zwei nacheinanderfolgende Bilder übereinander gelegt und die Differenz gebildet:



    Am Raster der Schneidplatte kann man gut erkennen, dass der seitliche Versatz genauso groß wie der Verastz oben-unten ist. Der Vorschub zwischen zwei Bildern beträgt ja 0,5 mm - der seitliche Versatz ist genauso groß, die Exentrizität der Welle schlägt auf die Einzelbilder durch. Das wiederholt sich nahezu regelmäßig von Bild zu Bild. Wenn man zwischen jedem Bild 1 mm Vorschuß verwenden würde, wäre möglicherweise kein seitlicher Versatz vorhanden (gerade ausprobiert: der seitlich Versatz ist kleiner, aber nicht völlig verschwunden).


    Wenn ich keinen Fehler gemacht habe, beträgt dieser seitliche Versatz etwa 50 Pixel bei einer Bildgröße von 5568 x 3712 Pixeln.


    Auch hier noch eine GIF-Animation zwischen dem ersten und letzten Bild:



    @Michael: Hier verschiebt sich nicht nur der Bildausschnitt, die Platine scheint auch noch größer zu werden.

    Ist die Variante 1 wirklich die bessere, also für Focus Projects wirklich am einfachsten zu stacken?


    Gruß

    Jürgen

  • Hallo jho59foto, ich habe bisher nur Focus-Stacking mit manueller Einstellung von Blüten gemacht.

    Aber, wenn die Kamera nicht direkt auf das Objekt focussiert ist und man verändert den Abstand kommt es zwangläufig zu einem Versatz.

    Ich bin mir nicht sicher, ob es Sinn macht, mit einem so kleinen Vorschub (0,5 mm) zu arbeiten. Ich habe bisher nur mit größeren Vorschüben (2 mm) gearbeitet.


    Aber ich bin mir sicher, dass Michael Dir hierzu mehr sagen kann.

  • Hallo Hartmut,


    so wie Du (lt. der Skizze) habe ich nicht gearbeitet. Die Kamera-Objektiv-Achse war bei mir identisch mit der Achse der Makroschiene - soweit es mir bei der Kamerabefestigung möglich war.


    Der gewählte Vorschub sollte m.E. zum Schärfetiefenbereich passen. Wenn bei Deinen Blüten der Abbildungsmaßstab kleiner ist und die Blend weiter geschlossen, dann reichen auch 2 mm oder sogar mehr.


    Gruß

    Jürgen


    P.S.: Mit welchem Makroschlitten arbeitest Du? Die Frage geht auch an alle anderen Forenmitglieder. Was mir bei dieser Mengs W-160 auch noch fehlt, ist die Möglichkeit, die Kamera hochkant zu montieren ...

  • Hallo Jürgen, ich habe nur einen ganz einfachen Schlitten, der wird bei mir auch nur manuell bedient. Für meine Blüten reicht das allemal. Ich arbeite aber auch nicht so, wie in der Skizze. Das war nur ein Hinweis zu einem möglichen Fehler. Ich versuche immer, alles parallel laufen zu lassen.


    file:///D:/005_Bilder%207D/0300_%20Focus%20projects%203%20professional/Zubeh%C3%B6r%20Focus/10%20Tipps%20f%C3%BCr%20bessere%20Makrofotos%20%20fotocommunity_de%20blog.htm


    file:///D:/005_Bilder%207D/0300_%20Focus%20projects%203%20professional/Bericht%20Focus/Focus%20Stacking%20mit%20Focus%20Projects%20Professional.htm


    Hier gibt es einige Tipps. Vielleicht hast Du Interesse?

  • Hallo Hartmut,


    die Links scheinen auf lokalen Dateien auf Deiner Festplattenpartition zu verweisen?


    Der Novoflex Castel-Mini Einstellschlitten könnte mir gefallen. Wenn der wirklich so präszise arbeitet, wie manche Käufer behaupten. Allerdings keine Adapterplatte, man muss per Schraubendreher die Kamera befestigen. Bei Amazon schreibt jemand in der Überschrift seiner Rezension: "Precision made Abigail difference" ^^


    Gruß

    Jürgen

  • Hallo Jürgen, Hallo Hartmut,


    wow, das ist mal eine sehr exakte Analyse unterschiedlicher Focus-Stacking Aufnahme Verfahren - wirklich super!

    @Michael: Hier verschiebt sich nicht nur der Bildausschnitt, die Platine scheint auch noch größer zu werden.

    Ist die Variante 1 wirklich die bessere, also für Focus Projects wirklich am einfachsten zu stacken?


    wenn ich das richtig erkennen kann, in dem animierten Gif "erstes Bild - letztes Bild" ist in der Variante 1 die geometrische Gesamtverschiebung insgesamt kleiner als in Variante 2 und genau das ist auch das wesentlich Argument für das bessere Ergebnis.

    Je weniger die Bildausrichtung machen muss und je weniger perspektivische Verzerrung innerhalb des Focus Stacks vorliegen, desto besser wird das Ergebnis des Focus Stacking.

    (je weniger eine Bildausrichtung "erraten" muss, desto weniger kann die "falsch" raten)


    Ich bin mir nicht sicher, ob es Sinn macht, mit einem so kleinen Vorschub (0,5 mm) zu arbeiten. Ich habe bisher nur mit größeren Vorschüben (2 mm) gearbeitet.

    Grundsätzlich sorgt ein kleinerer Schärfeabstand zwischen zwei Bildern für ein genaueres Schärfebild - erhöht aber auch die Gefahr, dass mal ein Bild nicht 100%-ig korrekt ausgerichtet werden kann.


    Der "gesunde" Mittelweg ist auch hier wieder die beste Variante - ich mache gern so viele Bilder wie ich kann und lade dann

    -> erst alle Bilder ein, kommt es hier zu Problemen

    -> lade ich nur noch jedes zweite Bild ein, kommt es immernoch zu Problemen

    -> lade ich nur noch jedes dritte Bild ein, usw.


    @Michael: in einem anderen Thread hattest Du geschrieben, dass solche Unschärfe-Halos entstehen, wenn in keinem Bild der Sequenz ein Bereich scharf ist? Das dürfte hier nicht sein, sonst wäre weiter links und rechts auch ein unscharfer Streifen oder?

    Zu diesem Thema würde ich darum bitten, in diesem Webinar:

    - https://sf.independent-arts-so…24e6765f79c4b0ba81f/?dl=1

    nachzuschauen.

    Hier habe ich (ab 17m42s) sehr genau erklärt, woher diese Halo's kommen und warum diese nicht komplett vermeidbar sind.

    Durch reduzieren der Glättung im Algorithmus kann man aber noch gute Verbesserungen erzielen.


    Wie stark müssen sich die Schärfentiefebereich der einzelnen Bilder überschneiden?

    Im Optimalfall sollte dort wo im letzten Bild noch mind. 95% Bildschärfe war, der 95% Schärfebereich des nächsten Bild ansetzen - diese 95% sind dabei nur ein "Richtwert" - grundsätzlich gilt: je dichter die Schärfebereiche beeinanderliegen, desto besser kann das Ergebnis werden.


    Das dürfte hier nicht sein, sonst wäre weiter links und rechts auch ein unscharfer Streifen oder?

    Unschärfe-Halo's entstehen nicht an vertikalen Kanten im Bild (die im 90 Grad Winkel zum Betrachter liegen), weil diese Kanten keine vorderen und hinteren Unschärfebereich haben - siehe Webinar ab 17m42s.


    Die Unschärfe-Halo's sind immer dort zu sehen, wo sich zwei Objekte räumlich überlagern, also ein Objekt "vorne" ein anderes "hinten" überlagert - vorzugweise an der oberen Kante des vorderen Objektes.



    @Jürgen:

    Besteht die Möglichkeit, an die Focus-Stacks zu kommen?

    Ich würde mir beide Stacks sehr gerne einmal hier bei mir ansehen, um zu schauen, ob ich da noch etwas mehr herausarbeiten kann.

    Gern in Verzeichnissen "Variante 1" und "Variante 2", damit ich weiß auf welchem Stack ich gerade bin.

    (.jpg Dateien wären völlig ausreichend)


    VG Michael

  • Hallo Michael,


    danke für den Webinarlink. Ich war der Meinung, dass Du das Thema auch hier im Forum angerissen hast (ein Bild mit einem markierten Bereich), habe das aber nicht mehr gefunden.


    Die Stacks kann ich Dir zur Verfügung stellen. Aus Faulheit habe ich eh nur JPEGs gemacht und in Focus Projects 4 verarbeitet. Upload wird etwas dauern ... jetzt ruft mein Bett, testen macht müde :)


    Was mir noch einfällt:

    Die Variante 2 - also Umfokussieren des Objektes - in diesem Fall per Programm hat den Nachteil, dass es nach dem Start stur durchläuft. 130 Bilder, 1 s je Aufnahme macht etwas über 2 min. Wenn so etwas draußen stattfindet und mittendrin Wind aufkommt, dann ist die Bildsequenz ruinert.


    Bei der Variante 1 - Verschieben von Kamera und Objektiv - kann ich mit dem Weiterdrehen der Schraube am Makroschlitten warten und auch an einer Position mehrere Bilder machen.


    Von einer Bildsequenz bei Problemen nur jedes zweite Bild zu nehmen, ist eine gute Idee.

    Noch besser wäre es, zuvor die Bilder der Squenz zu vergleichen. Im Zweifelsfall ein Gitter auf Klarsichtfolie vor den Monitor hängen ...


    Gruß

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    danke für den Webinarlink. Ich war der Meinung, dass Du das Thema auch hier im Forum angerissen hast (ein Bild mit einem markierten Bereich), habe das aber nicht mehr gefunden.

    es könnte sein, dass sich das auch hier irgendwo im Forum rumtreibt (eine ältere Erklärung) - die Variante im Webinar ist aber sehr viel besser geworden für das Verständnis :-)

    Die Stacks kann ich Dir zur Verfügung stellen. Aus Faulheit habe ich eh nur JPEGs gemacht und in Focus Projects 4 verarbeitet. Upload wird etwas dauern ... jetzt ruft mein Bett, testen macht müde :)

    Vielen Dank - ich bin schon gespannt auf die Stacks und der Upload wird seine Zeit brauchen...

    Die Variante 2 - also Umfokussieren des Objektes - in diesem Fall per Programm hat den Nachteil, dass es nach dem Start stur durchläuft. 130 Bilder, 1 s je Aufnahme macht etwas über 2 min. Wenn so etwas draußen stattfindet und mittendrin Wind aufkommt, dann ist die Bildsequenz ruinert.

    Ja, da muss man dann einfach abwarten... die Bildausrichtung kann auch einiges korrigieren, aber gerade im Focus Stacking ist auch die Ausrichtung sehr viel komplizierter als z.B. im HDR Programm.

    Warum das? Nun, die eigentlichen Objekte an denen die Bildausrichtung festmacht, wie stack etwas "verdreht, gezoomt, verschoben" ist, sind nun als zusätzliche Schwierigkeit in jedem Bild unterschiedlich scharf :-)


    VG Michael

  • Hallo Jürgen,


    vielen Dank für die Uploads!

    Ich werde vermutlich etwas Zeit brauchen, da morgen erst einmal wieder eine Zahn-OP ansteht.


    VG Michael


    Edit:

    Die Datei "http://www.myk7.de/Galerie/Technik/294_D500(Variante2).zip" konnte ich nicht herunterladen.

    (Fehlermeldung: The requested URL was not found on this server.)

  • :(

    Kann nicht funktionieren, wenn ich bei den Namen ein Copy&Paste mache ... der Ordner heißt ja anders. Habe jetzt der richtigen Linjk eingefügt.


    Ich habe bei der Variante 2 mal eine Signifikanzprüfung durchgeführt, FocusProjects 4 meint bei der Überprüfung nach Bildinhalt, dass lediglich 1 Bild von 130 überflüssig wäre:



    Gruß

    Jürgen

  • Weil Hartmut gefragt hatte:

    Ich bin mir nicht sicher, ob es Sinn macht, mit einem so kleinen Vorschub (0,5 mm) zu arbeiten. Ich habe bisher nur mit größeren Vorschüben (2 mm) gearbeitet.


    Ich hatte mich schon 2010 mit dem Thema Fokusstacking beschäftigt. Zu dem Zeitpunkt gabe es verschienene kommerzielle Programme (z.B. Helicon Focus - nur per Jahresmiete) und das kostenlose Combine Z. Damals hatte ich mehrere Bergpalmen im Wohnzimmer, eine langsam wachsende Art, die mit wenig Licht auskommt, auch kühle Temperaturen verträgt und kaum größer als 150 cm wird. Das hat meine Exemplare nicht davon abgehalten, irgendwann zu blühen:



    Mit einem Makroobjektiv (ein Sigma 105 mm) war nicht wirklich mehr zu erkennen. Ich hatte dann ein Normalobjektiv über ein Balgen an die Kamera montiert. Belichtungszeiten, Blende, Anzahl der zu stackenden Bilder? Keine Ahnung, ist zu lange her, ich habe nur noch das Ergebnisbild. Den Abbildungsmaßstab hatte ich seinerzeit auf ca. 5:1 geschätzt.



    Für die damals eingeschränkten Möglichkeiten finde ich das Ergebnis gelungen ...

  • Hallo Jürgen,

    Kann nicht funktionieren, wenn ich bei den Namen ein Copy&Paste mache ... der Ordner heißt ja anders. Habe jetzt der richtigen Linjk eingefügt.

    ja, der Download klappt jetzt - ich lade gerade herunter.

    Hoffentlich komme ich bald dazu, mir die Stacks genau anzusehen.

    Ich habe bei der Variante 2 mal eine Signifikanzprüfung durchgeführt, FocusProjects 4 meint bei der Überprüfung nach Bildinhalt, dass lediglich 1 Bild von 130 überflüssig wäre:

    Auch das werde ich mir anschauen - aber ich bin mir recht sicher, dass es auch stimmt :-)

    Ein Bild wird nur als "nicht Signifikant" angesehen, wenn weniger als etwa 0.02% der Pixel im fertige Bild verwendet werden.


    VG Michael

  • Hallo Jürgen, herzliche Dank für die Informtion. Ich finde das Ergebnis schon sehr gut. Wie groß sind dann die Originalblüten?


    Darf ich Deine beiden Reihen herunteraden (ich möchte nur probieren, dabei lernt man am Besten)?

    Ich werde kein Bild weitergeben.

  • @Michael: 0,02% ist wirklich irrelvant :)


    Hartmut : Klar kannst Du die Bildreihen auch herunterladen und damit experimentieren. Und wenn Du Fehler entdeckst oder Vebesserungsmöglichkeiten, dann freue ich mich über eine Rückmeldung (bei FocusProjects 4 kratze ich noch an der Oberfläche).


    Die Blüten der Bergpalme (Chamaedorea elegans) sind ca. 1mm. Die Öffnung wirkt mit bloßem Auge wie ein dunkler Fleck.


    Gruß

    Jürgen